Ein starkes Konsortium: Vertreter und Vertreterinnen der 14 Partner des it's-OWL-Projekts GoProZero waren bei der Übergabe des Förderbescheids durch NRW-Ministerin Mona Neubaur vertreten. (Quelle: it's OWL)
„Klimaschutz braucht Technologie, und die findet in Nordrhein-Westfalen statt. Durch praxisnahe IT-Tools und digitale Lösungen stärkt das Projekt GoProZero die Wettbewerbsfähigkeit und zeigt, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehen. Die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft ist kein Zukunftsthema mehr – sie ist dringende Notwendigkeit. Nordrhein-Westfalen geht als führende Region für Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Industrieentwicklung voran. Das schafft neue Jobs, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und schützt das Klima“, sagt Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Nachhaltigkeit ist längst ein zentraler Wettbewerbsvorteil“, erklärt Günter Korder, Geschäftsführer von it’s OWL. „Mit Projekten wie GoProZero und dem noch laufenden Projekt ZirkuPro zeigen wir, wie Unternehmen in OstWestfalenLippe mit innovativen Lösungen für die Kreislaufwirtschaft vorangehen. Wir wollen sie aktiv dabei unterstützen, diesen Wandel erfolgreich zu gestalten.“
Dabei zahlt das Projekt auf die strategische Ausrichtung des Netzwerks ein, unterstreicht Prof. Dr. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer von it’s OWL: „Mit GoProZero machen wir Nachhaltigkeit greifbar – direkt in den Entwicklungsabteilungen unserer Unternehmen. Damit bringen wir unsere Vision von Industrie.Zero in die Praxis: Mit intelligenten technischen Systemen, die Produkte nicht nur smarter, sondern von Anfang an kreislauffähig und ressourcenschonend machen. Das ist der Schlüssel zu echter Zukunftsfähigkeit – für Unternehmen in OWL und darüber hinaus.“
Kreislaufwirtschaft als Chance für Unternehmen
Kernthema des Projekts ist die Kreislaufwirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft liefert eine Antwort auf die Frage, wie Materialien und Produkte effizienter genutzt werden können. Mechanismen, wie Recycling, Wiederverwendung oder die Aufwertung von Bauteilen, helfen, den Lebenszyklus von Produkten zu verlängern und Emissionen zu senken. Doch wie können Unternehmen diesen Wandel bewältigen?
„Es gibt viele Gründe für produzierende Unternehmen, kreislauffähige Produkte zu entwickeln: Von regulatorischen Anforderungen über die Sicherung der Verfügbarkeit von raren Materialien bis hin zur Differenzierung im Wettbewerb. Es bedarf jedoch neuer technologiebasierter Ansätze, um Unternehmen zu befähigen, das traditionelle Geschäft in die Kreislaufwirtschaft zu transformieren. Insbesondere Entwicklungsmanagement, -prozesse und -IT-Systeme müssen hierzu angepasst werden“, sagt Dr.-Ing. Christian Koldewey, Projektkoordinator und Oberingenieur der Fachgruppe Advanced Systems Engineering (ASE) an der Universität Paderborn.
Das Kompetenznetzwerk it’s OWL bietet mit dem Projekt GoProZero Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus OstWestfalenLippe eine ideale Plattform, die erforderlichen neuen digitalen Technologien und nachhaltige Strategien für Unternehmen zu entwickeln.
In sechs Leuchtturmprojekten werden die Forschungsergebnisse in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Claas, Harting, Wago und Weidmüller umgesetzt. Ziel ist es, praxistaugliche Ansätze und IT-Tools zu entwickeln, die langfristig von anderen Unternehmen übernommen werden können. Dabei spielen digitale Technologien, wie KI und digitale Zwillinge, eine zentrale Rolle.