Ansätze für eine nachhaltige Produktentwicklung
Über die individuellen Leuchtturmprojekte hinaus, verfolgt das Projekt fünf zentrale Themen, die alle Aspekte der Produktentstehung umfassen.
Das Projekt GoProZero arbeitet daran, Produkte und Entwicklungsprozesse von Grund auf nachhaltiger und zirkulärer zu gestalten. Dafür werden zunächst neue Ansätze entwickelt, mit denen Unternehmen ihre Produkte so designen können, dass sie leichter repariert, wiederverwendet oder recycelt werden können.
Gleichzeitig wird erforscht, wie sich Entwicklungsprozesse und Unternehmensstrukturen besser an die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft anpassen lassen, damit nachhaltige Strategien effizient umgesetzt werden können.
Ein wichtiger Baustein des Projekts ist die Nutzung digitaler Technologien, wie etwa digitaler Zwillinge, um den gesamten Lebenszyklus eines Produkts schon in der Planungsphase besser berücksichtigen zu können. Auch die Verknüpfung von Daten aus Entwicklung, Produktion und Nutzung spielt eine zentrale Rolle: Ziel ist es, diese Informationen leichter zugänglich zu machen und dadurch fundierte Entscheidungen zur Ressourcenschonung zu ermöglichen.
Ergänzend setzt GoProZero auf KI, um Unternehmen dabei zu helfen, komplexe Daten auszuwerten und nachhaltige Produkte schneller und effizienter zu entwickeln.
Auf dem Weg zu Industrie.Zero
"Dieser ganzheitliche Ansatz ist wichtig, um Unternehmen praxisnahe Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie auf ihrem Weg zur Kreislaufwirtschaft unterstützen. Die Ergebnisse werden in den Leuchtturmprojekten direkt erprobt und weiterentwickelt und zahlen auf die it’s-OWL-Strategie ‚Industrie.Zero‘ ein", heißt es in einer Meldung.
"Die it’s-OWL-Strategie ‚Industrie.Zero‘, die Nachhaltigkeit durch Technologie fordert, setzen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus OstWestfalenLippe in Projekten wie GoProZero um. Das Ziel: Die Region OstWestfalenLippe soll sich so zu einer Modellregion für nachhaltige Wertschöpfung entwickeln", wird weiter berichtet.
Das Projekt GoProZero vereint Partnern aus Wissenschaft und Industrie, die ihre Expertise in die Entwicklung zirkulärer Produktentstehungssysteme einbringen.
Unter der Konsortialführung der Universität Paderborn sind Forschungseinrichtungen wie die Universität Bielefeld, die Hochschule Bielefeld, die Technische Hochschule OWL und das Fraunhofer IEM und das Fraunhofer IOSB-INA beteiligt. Zusätzlich bringen führende Unternehmen, wie Claas, Denios, GEA, Harting, Wago und Weidmüller, ihre praktischen Erfahrungen und spezifischen Herausforderungen in die Leuchtturmprojekte ein.
Unterstützt wird das Projekt vom KI-Marktplatz, S&N Invent und dem Netzwerk InnoZent OWL.
"Mit GoProZero und der Strategie ‚Industrie.Zero‘ leistet it’s OWL einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Industrie. Das Projekt zeigt, wie Unternehmen mithilfe digitaler Technologien und durch Kooperationen mit Forschung und Industrie ihre Zukunft sichern können", heißt es weiter in der Meldung.