Bild zeigt Mann mit Helm, Weste und Tablet in der Hand. Im Hintergrund ist ein Fabrikumfeld und darauf der Schriftzug AI mit Kreis drumherum projiziert

SEF e.V. beobachtet beim Thema KI in der Industrie, dass der Umsetzungsdruck steigt. (Quelle: SEF/AdobeStock_1797860987)

Der SEF spricht von einem Reifegrad-Sprung in der industriellen Transformation: "Viele Unternehmen haben die Experimentierphase hinter sich gelassen – nun rückt die skalierbare Umsetzung in den Mittelpunkt", heißt es in einer Meldung.

Christina Hild, Geschäftsführerin des SEF Smart Electronic Factory e. V., betont: „Unsere Mitglieder, die auf der Hannover Messe waren, sehen sehr deutlich, dass sich die Gespräche verändert haben. Es geht weniger um das Ob von KI, sondern um das Wie – und vor allem um das Wie schnell.“

Weiter sprechen die Experten von einem wachsenden Handlungsdruck: Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, konkrete Anwendungen zügig in die Produktion zu integrieren und dabei messbaren wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Themen wie Time-to-Value, Integration in bestehende IT-/OT-Landschaften sowie Investitionssicherheit gewinnen deutlich an Bedeutung.

Einige SEF-Mitglieder berichten von einer geringeren Besucherfrequenz im Vergleich zu Vorjahren, gleichzeitig habe die Qualität der Gespräche auf der Hannover Messe deutlich zugenommen. Statt breiter Laufkundschaft hätten gezielte Fachgespräche mit Entscheidern und Umsetzungsteams stattgefunden.

„Die Messe wird aus unserer Sicht stärker zur Arbeitsplattform. Wer kommt, kommt mit konkreten Projekten, klaren Fragestellungen und oft auch mit Budgetverantwortung“, sagt C. Hild.

Konkrete KI-Use-Cases gefragt

Konkrete Anwendungsfälle rund um KI in der Produktion, softwaregetriebene Prozessoptimierung sowie der zunehmende Einsatz von Robotik – bis hin zu humanoiden Ansätzen standen inhaltlich im Mittelpunkt. 

„Auffällig war, dass nahezu jeder Messestand KI thematisiert hat – aber die Besucher haben sehr genau differenziert“, berichtet C. Hild. „Es ging darum, welche konkreten Anwendungsfälle bereits funktionieren und sich kurzfristig in die eigene Produktion übertragen lassen.“

Besonders auf die schnelle Integration von KI-Lösungen in bestehende Systeme sowie die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten kommt es aus Sicht des SEF jetzt also an. Der Verein sieht in dieser Entwicklung eine Bestätigung der Bedeutung kollaborativer Ansätze. Der Austausch zwischen Industrie, Forschung und Technologieanbietern wird aus seiner Sicht zum entscheidenden Erfolgsfaktor, um Erfahrungen zu bündeln und Lösungen schneller in die Anwendung zu bringen.

„Die industrielle Transformation gelingt nicht im Alleingang. Netzwerke wie der SEF e. V. spielen eine zentrale Rolle, um Best Practices sichtbar zu machen und Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen“, so C. Hild.

SEF (ih)

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