Greenfield und Brownfield

TE Connectivitys SPE-Steckverbinder bieten zuverlässige Daten- und Leistungsübertragung

TE Connectivitys SPE-Steckverbinder bieten zuverlässige Daten- und Leistungsübertragung bei platzsparendem Design für moderne Automatisierungsumgebungen. (Quelle: TE Connectivity)

SPE kann sowohl in neuen Anlagen (Greenfield) als auch in Bestandsanlagen (Brownfield) eingesetzt werden. Während bei Neubauten standardkonforme Architekturen von Beginn an umgesetzt werden, lassen sich bestehende Systeme durch Retrofit-Lösungen, Adapter oder hybride Topologien schrittweise aufrüsten. Damit ist der Umstieg auf durchgängige IP-Kommunikation auch ohne Komplettaustausch der Infrastruktur möglich. Ein Beispiel: In einer modularen Fertigungslinie werden Sensoren, Bildverarbeitungssysteme und Edge-Controller über M12-Hybridsteckverbinder angebunden. Daten und Energie fließen über dieselbe Leitung. Dadurch sinkt der Installationsaufwand und Wartung sowie Skalierung werden vereinfacht.

Standardisierung schafft Investitionssicherheit

Ein wesentlicher Faktor für die breite Einführung von SPE ist die konsequente Standardisierung. TE Connectivity zählt zu den Gründungspartnern des SPE Industrial Partner Network und engagiert sich aktiv in der internationalen Normungsarbeit. Mit der Initiative von TE, die IEC 63171-7, Edition 2, als allgemein anerkannten Industriestandard voranzutreiben (unterstützt von Profibus & Profinet International, PI), wurde der Grundstein für eine engere Zusammenarbeit zwischen dem SPE Industrial Partner Network und der Single Pair Ethernet System Alliance gelegt. Vor kurzem haben sich diese beiden großen Vereine, die die SPE-Technologie unterstützen, zusammengeschlossen und sich verpflichtet, an der Entwicklung internationaler Standards für SPE mitzuwirken.

Der Standard IEC 63171-7, derzeit in der zweiten Überarbeitung, integriert praxisnahe Anforderungen aus der Industrie und soll Mitte 2026 finalisiert werden. Diese Norm schafft Planungssicherheit für Hersteller, Anlagenbauer und Integratoren und fördert die Interoperabilität über Systemgrenzen hinweg. Parallel wächst das Ökosystem: Neben Steckverbindern stehen heute bereits SPE-kompatible Kabel, Switches, Gateways und PoDL-Lösungen zur Verfügung. Damit wird eine skalierbare, zukunftssichere Netzwerkinfrastruktur möglich, die Echtzeitfähigkeit, Effizienz und Transparenz vereint.

Auf dem Weg zur adaptiven Fabrik

SPE reduziert Installationsaufwand sowie Hardwarekomplexität und bringt Echtzeitdaten direkt aus der Feldebene in übergeordnete Systeme. Anwendungen, wie prädiktive Wartung, adaptive Fertigung oder Energieoptimierung, lassen sich dadurch einfacher umsetzen. Das Ergebnis: durchgängige IP-Konnektivität vom Sensor bis zur Cloud, die Basis für die digitalisierte, modulare Produktion.

Live auf der SPS 2025

Wie sich diese Technologien in der Praxis umsetzen lassen, zeigte TE Connectivity auf der SPS Smart Production Solutions 2025 in Nürnberg. Hier präsentierte das Unternehmen praxisnahe SPE-Anwendungen und hybride Verbindungslösungen in einer interaktiven „Experience Zone“. Besucher können dort sehen, wie Single Pair Ethernet in Sensorik, Robotik und kompakten Systemanwendungen den Weg in die vernetzte Produktion ebnet.

https://www.te.com/de/industries/automation-control/insights/single-pair-ethernet.html

Ivan Ruiz Stubel Senior Manager Global Product Management bei TE Connectivity Manuel Rüter Senior Principal R&D/Product DVL Engineer bei TE Connectivity
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