Bild zeigt zwei mobile Roboter, die sich auf ein Rolltor zubewegen

M2X standardisiert die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und ihrer Umgebung, zum Beispiel mit Toren oder Ladestationen. (Quelle: Sven Franke, TU Dortmund)

Der VDMA gibt die Veröffentlichung des M2X-Entwufs (M2X steht für Machine to x) bekannt. Mit diesem steht Unternehmen, Herstellern und Integratoren eine offene Spezifikation für die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und Infrastrukturkomponenten zur Verfügung. "Sie kann als Grundlage für eigene Entwicklungen genutzt, in bestehenden Projekten erprobt und im Rahmen der öffentlichen Kommentierungsphase weiterentwickelt werden", so die Experten.

Der Bedarf dafür wird vom VDMA als hoch bezeichnet. Denn mobile Roboter bewegen sich heute nicht isoliert durch Lager und Produktionshallen. Sie müssen Tore passieren, Aufzüge nutzen, Ladestationen anfahren oder Transportaufträge entgegennehmen. "Damit diese Abläufe funktionieren, müssen Fahrzeuge, Flottenmanagementsysteme und Infrastruktur miteinander kommunizieren. In der Praxis stammen diese Systeme jedoch häufig von unterschiedlichen Herstellern und verwenden eigene Schnittstellen. Die Folge sind individuelle Integrationslösungen, die entwickelt, getestet und gepflegt werden müssen", wird berichtet.

Hier soll nun M2X Abhilfe schaffen: Die offene Spezifikation definiert gemeinsame Kommunikationsregeln für mobile Roboter und ihre Umgebung. Ziel ist es, dass Fahrzeuge und Infrastrukturkomponenten Informationen nach einheitlichen Prinzipien austauschen können.

Entwickelt wurde M2X vom Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen der TU Dortmund gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Unterstützt wird die Initiative durch den VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie Industriepartner.

"M2X baut auf dem Konzept der offenen Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 auf, setzt die Nutzung dieser jedoch nicht voraus. Die Spezifikation konzentriert sich auf die Anbindung von Infrastrukturkomponenten wie Lastaufnahmestationen, Türen, Aufzügen, Signalanlagen oder Ladestationen", heißt es vonseiten des VDMA.

Der Entwurf steht nun der Öffentlichkeit zur Verfügung. Über das GitHub-Repository kann die Spezifikation zur eigenen Nutzung abgerufen werden. Darüber hinaus können Unternehmen, Hersteller und weitere Interessierte Feedback einbringen, Verbesserungsvorschläge diskutieren und aktiv zur Weiterentwicklung der Spezifikation beitragen. Die Entwicklung von M2X soll dabei offen und praxisnah in enger Abstimmung zwischen Forschung, Industrie und Anwendern erfolgen.

Interview zu M2X: Der Weg zu einer gemeinsamen Sprache in der Intralogistik

VDMA (ih)

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