Bachmann feiert zwei Jahrzehnte und weltweit mehr als 100.000 Installationen seiner Visualisierungslösung atvise. (Quelle: Bachmann electronic / Adobe Stock)

Bachmann feiert zwei Jahrzehnte und weltweit mehr als 100.000 Installationen seiner Visualisierungslösung atvise. (Quelle: Bachmann electronic / Adobe Stock)

Als die damalige Certec EDV im Jahr 2006 die Grundidee für atvise entwickelte, waren webbasierte Anwendungen in der Automatisierung noch die Ausnahme. Bedien- und Beobachtungssysteme liefen überwiegend auf lokalen Windows-Clients. atvise setzte dagegen von Beginn an auf native Webtechnologien. Zu den Anwendern zählen heute unter anderem Knapp, Doppelmayr, Hoval und Magna.

Bereits 2007 kam die Technologie bei einem Projekt in der Dubai Mall zum Einsatz, wo mit atvise die Belegung von 13.500 Parkplätzen in Echtzeit überwacht wird. Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt folgte 2008 mit der server- und clientseitigen Unterstützung von OPC UA Data Access. Damit ließ sich die Kommunikation von der Steuerungs- bis zur Leitebene durchgängig auf Basis des Standards realisieren.

2012 übernahm Bachmann electronic die Certec EDV, die seit 2019 als Bachmann Visutec firmiert. Seit 2013 bildet atvise zudem die Basis für M1 WebMI pro, das direkt in das Bachmann-Steuerungssystem integriert ist. 2015 ergänzte der Anbieter eine Hot-Standby-Redundanz auf Basis nativer Webtechnologien. Zwei Jahre später folgten Komplettsysteme für die Anlagenvisualisierung aus Software und Touch-Panels. 

Vom HMI bis zur verteilten Scada-Architektur

Heute deckt die Produktfamilie Anwendungen von kompakten HMI-Bedienoberflächen bis zu verteilten, auch cloudfähigen Scada-Architekturen ab. Da die Visualisierung browserbasiert erfolgt, können entsprechende Endgeräte ohne zusätzliche Client-Installation auf die Anwendung zugreifen. Zum Funktionsumfang gehören unter anderem Alarmverarbeitung und Archivierung.

Die Kommunikation basiert auf OPC UA. Für Geräte, die keine eigene OPC-UA-Schnittstelle besitzen, steht der Multiprotokoll-Server atvise Connect X zur Verfügung. Er setzt unter anderem proprietäre Protokolle wie Siemens S7 und Modbus auf OPC UA um. Für 2027 ist zudem die Unterstützung von MQTT angekündigt.

„Als wir 2006 auf native Webtechnologie setzten, galt das in der Automatisierung als gewagt. 20 Jahre später zeigt der Erfolg von atvise mit über 100.000 Installationen: Offene Standards wie OPC UA und Webtechnologie sind kein Trend, sondern die Basis für zukunftsfähige HMI-, SCADA- und Cloud-Lösungen“, sagt Leopold Matouschek, Geschäftsführer von Bachmann Visutec.

Jüngster Entwicklungsschritt ist „OpenBridge for atvise“. Das maritime Template basiert auf quelloffenen openBridge-Komponenten und soll die Erstellung von Visualisierungen für Schiffe vereinfachen. Vorgestellt wurde die Lösung Anfang September auf der SMM in Hamburg.

Bachmann Visutec (hz)

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