Echtzeitübertragung und Flexibilität durch Multiprotokoll

Ultraschallsensoren QS18UPAQ8

Bild 02: Damit sich kein Staub ablagert, sind die Ultraschallsensoren QS18UPAQ8 geschützt unter den Regalen angebracht. (Quelle: Turck)

Block-I/O-Modul TBEN-LL-16DXP

Bild 03: Das kompakte Block-I/O-Modul TBEN-LL-16DXP führt die Sensordaten zusammen und überträgt sie in Echtzeit. (Quelle: Turck)

IIoT-Gateway TX7000Q

Bild 04: Das IIoT-Gateway TX7000Q fungiert nicht nur als Schnittstelle zwischen den Sensoren und dem übergeordneten System, sondern auch als SPS. (Quelle: Turck)

Die Sensoren erkennen zuverlässig, ob eine Palette vorhanden ist, und übermitteln diese Informationen kontinuierlich an das TBEN-LL-16DXP, das Herzstück des Systems (Bild 3). Dieses kompakte Block-I/O-Modul mit 16 universellen digitalen Kanälen, die als Ein- oder Ausgänge konfiguriert werden können, bündelt die Sensordaten und überträgt sie in Echtzeit an die Steuerung. Mit seiner IP67-Zertifizierung ist es gegen Wasser und Staub geschützt, was die Montage im Feld ohne zusätzlichen Schaltschrank erlaubt. Dadurch ist es für den Einsatz in der anspruchsvollen Produktionsumgebung einer metallverarbeitenden Anwendung, in der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit entscheidend sind, besonders geeignet.

Ein weiterer Vorteil der Block-I/O-Module ist das Turck-Multiprotokoll-Konzept. Damit stellen sich die Module selbstständig ohne Eingriff des Nutzers auf das im Netzwerk gesprochene Ethernet-Protokoll ein, ob Ethernet/IP, Profinet oder Modbus TCP. Dadurch können sie flexibel ohne aufwendige Anpassungen in unterschiedlichen Systemen eingesetzt werden. Diese Vielseitigkeit vereinfacht nicht nur die Integration in bestehende Infrastrukturen, sondern macht Turcks-Gesamtlösung auch zukunftssicher, da sie mit
einer Vielzahl von Systemen kompatibel ist.

Robuste Netzwerkinfrastruktur und effiziente Datenübertragung

Für eine robuste Netzwerkinfrastruktur lieferte Turck industrielle Managed Ethernet Switches vom Typ TBEN-L5-SEM2. Die kompak ten 10-Port-Switches mit GBit-Highspeed-Backbone garantieren kurze Taktzeiten und sicheren Betrieb bei höchsten Datenraten im IIoT. Die Highspeed-Link-up-Funktion unterstützt schnelle Werkzeugwechsel in unter 150 ms für höchste Taktzeiten. Durch die dezentrale Montage direkt im Feld reduziert der Switch zudem den Verdrahtungsaufwand. Ergänzend zu den Switches wurde das TX700Q als IIoT-Gateway implementiert (Bild 4). Es bildet die Schnittstelle zwischen den Sensoren und dem übergeordneten System und steuert als SPS die Datenübertragung und -verarbeitung, was die Komplexität des Gesamtsystems reduziert.


Das TX700Q ist besonders für weniger komplexe Anwendungen geeignet, da es eine einfache Integration in die bestehende Infrastruktur ermöglicht. Mit seinen drei RJ45-Ethernet-Ports und einem seriellen Interface bietet es ausreichend Schnittstellen für die Kommunikation mit verschiedenen Geräten und Systemen. Darüber hinaus unterstützt das Gateway die Programmierung der logischen Funktionen mithilfe von Codesys, was die Anpassung an die spezifischen Anwendungsanforderungen erleichtert und die Implementierungszeit verkürzt. 

Durch die Kombination der TBEN-L5-SE-M2-Switches mit dem TX700Q-IIoT-Gateway konnte eine zuverlässige und effiziente Datenübertragung in die Produktionsumgebung gewährleistet werden. „Neben der Hardware hat Turck Multiprox auch eine Codesys-Softwarelösung geliefert, um die Integration mit unserem WMS-System zu realisieren. Dank der Lösung von Turck werden unsere FTS autonom und zuverlässig gesteuert“, erklärt M. van Den Berghe.

Autonome FTS-Steuerung rund um die Uhr

Mit der neuen Lösung ist Proferro nun in der Lage, zuverlässig zu erkennen, ob Paletten vorhanden sind, und diese Daten drahtlos an übergeordnete Systeme zu übertragen. Diese Informationen bilden die Grundlage für die autonome Steuerung der FTS und ermöglichen so einen reibungslosen Betrieb rund um die Uhr. „Zwei Schlüsselelemente waren entscheidend für die erfolgreiche Implementierung dieser Lösung“, resümiert M. van Den Berghe. „Die Software, um Komplexität zu reduzieren und eine einfache Überwachung zu ermöglichen, sowie die Zuverlässigkeit der
Sensoren. Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Turck-Komponenten eine perfekte Zuverlässigkeit bieten und keinerlei Wartung erfordern. Dies macht sie zu einer äußerst kosteneffizienten und robusten Lösung – genau das, was wir gesucht haben.“ 

Literatur

  1. Hans Turck GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr: www.turck.com
Bart Baert ist Sales Manager bei Turck Multiprox in Belgien. mail@multiprox.be
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