Intelligente Automatisierungslösung mit IO-Link

Roboter montieren die Komponenten des Danfoss-Onboard-Laders ED3.

Bild 02: Roboter montieren die Komponenten des Danfoss-Onboard-Laders ED3. (Quelle: ifm Electronic)

Sämtliche Sensoren am Hebewerkzeug werden am IO-Link-Master angeschlossen.

Bild 03: Sämtliche Sensoren am Hebewerkzeug werden am IO-Link-Master angeschlossen. (Quelle: ifm Electronic)

Optische Distanzsensoren und Zylindersensoren am Hebewerkzeug sorgen für eine exakte Positionvierung.

Bild 04: Optische Distanzsensoren und Zylindersensoren am Hebewerkzeug sorgen für eine exakte Positionvierung. (Quelle: ifm Electronic)

In enger Zusammenarbeit mit ifm Electronic [2] entwickelte Danfoss eine intelligente Automatisierungslösung auf Basis von IO-Link. „Gemeinsam mit ifm haben wir zahlreiche Tests durchgeführt, um herauszufinden, welche IO-Link-Module zusammen platziert werden können, damit wir die Köpfe am Ende des Roboterarms mit nur drei Kabeln austauschen können (Bild 2 und 3)“, so K. Fibiger. „Und es hat funktioniert: Wir hatten keine Probleme damit, der Test verlief erfolgreich.“

Die erfolgreiche Implementierung von IO-Link bei Danfoss zeigt auch, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Partnern ist, um innovative Lösungen zu entwickeln. Im Ergebnis vereinfachte diese Lösung Prozesse erheblich und trug dazu bei, die effizienz der Produktionslinie zu steigern.

Dass die Wahl auf ifm fiel, begründet K. Fibiger wie folgt: „Ich wollte bewusst einen einzigen Lieferanten für das gesamte System, weil es einfacher ist, wenn man einige wenige Komponenten eines Herstellers auf Lager hat und nicht zahlreiche Varianten verschiedener Marken vorrätig halten muss. Und ich wusste, dass ifm die IO-Link-Sensoren hatte, die ich für dieses System brauchte. Also habe ich ifm als Lieferant für die gesamte Produktionslinie ausgewählt.“

Durch den Einsatz von IO-Link ließ sich die Montage an der Linie beschleunigen. Kabelverbindungen sind nun steckbar statt manuell verschraubt, was auch die Erweiterung des Systems erleichtert. Zudem konnten dadurch Zeiteinsparungen sowie eine höhere Flexibilität bei der Produktion erreicht werden.

K. Fibiger: „Das IO-Link-System macht die Montage an der Linie viel schneller, weil alles mit Kabeln und Steckern verbunden ist, also keine manuellen Verdrahtungen erforderlich sind. Und wenn man das System erweitern wollte, war das unkompliziert möglich, weil man einfach ein weiteres IOLink-Modul hinzufügen und dann bis zu acht weitere Sensoren an der Linie anbringen konnte. In dieser Situation, in der wir noch nicht konkret wussten, wie die Produktionslinie genau aussehen sollte, bot uns IO-Link maximale Flexibilität.“

Breites Sensorportfolio

Weitere Vorteile brachte das umfassende ifm-Sensorikangebot mit sich. So ermöglichen Time-of-Flight-Abstandssensoren am Roboterkopf eine berührungslose Überprüfung, ob sich Teile im heißen Ofen befinden, ohne die Sensoren der Hitze auszusetzen.

„Sensoren zu finden, die hohen Temperaturen dauerhaft standhalten, ist schwierig“, sagt K. Fibiger. „Durch den Einsatz optischer Time-of-Flight-Sensoren im Ofen anstelle von Standardsensoren konnten wir das Problem lösen und müssen nun keine Wartungsarbeiten mehr durchführen.“ Diese Lösung zeigt, wie durch den Einsatz intelligenter Sensoren die Lebensdauer der Komponenten verlängert und Wartungsaufwand reduziert werden kann.

Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz von Feuchtigkeitssensoren zum Trocknen von Teilen nach Wassertests. Statt die Trocknungszeit zu schätzen und Druckluft zu verschwenden, misst Danfoss nun die tatsächliche Restfeuchte. Dies führt zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen und einer höheren Genauigkeit bei der Produktion.

In einem chemischen Bad konnte ein ifm-Abstandssensor die Füllstandmessung übernehmen und ersetzte unzuverlässige Schwimmerschalter. Diese Lösung trägt dazu bei, die Zuverlässigkeit der Prozesse zu erhöhen und die Produktionskosten zu senken.

Zuverlässige Partnerschaft mit Zukunft

Die Zusammenarbeit zwischen Danfoss und ifm zeigt, wie sich mit innovativer Sensorik und intelligenter Vernetzung selbst komplexe Automatisierungsaufgaben ezient lösen lassen (Bild 4). Durch die Zuverlässigkeit und Flexibilität der ifm-Produkte konnte Danfoss eine zukunftsfähige sowie schnell anpassungsfähige Produktion aufbauen.

„Die Integration von ifm in unser MES funktioniert ebenfalls sehr gut. Es ist einfach Plug-and-play“, resümiert Anders Abildtrup Jørgensen, Manufacturing IT Engineer bei Danfoss. „Benötigen wir für neue Aufgaben einen weiteren ifmSensor, muss man ihn nur in das IO-Link-Modul einstecken und dann funktioniert er in der Regel mit geringfügigen Konfigurationsanpassungen.“ Diese einfache Handhabung und die hohe Zuverlässigkeit der Produkte sind entscheidende Faktoren für einen effizienten Anlagenbetrieb.

Auch der Service und Support von ifm überzeugten auf ganzer Linie. Bei Problemen erhielt Danfoss stets schnell professionelle Unterstützung und detaillierte Lösungsvorschläge. Diese schnelle und kompetente Hilfe trug dazu bei, die Produktionsprozesse reibungslos zu gestalten und mögliche Ausfallzeiten zu minimieren. Für die Zukunft plant das Unternehmen, die erfolgreiche Partnerschaft mit ifm beim Aufbau weiterer Produktionslinien fortzusetzen. Diese langfristige Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig starke Partnerschaften für den Erfolg in der modernen Industrie sind.

Literatur

  1. Danfoss, Nordborg/Dänemark: www.danfoss.com
  2. ifm Electronic GmbH, Essen: www.ifm.com
Andreas Biniasch ist in der technischen Redaktion bei ifm Electronic in Essen tätig. info@ifm.com
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