Verstärkter Hubantrieb gefordert

Die schrägverzahnten Zahnstangentriebe der Baureihe ZV basieren auf einsatzgehärteten und geschliffenen Ritzeln mit hoher Verzahnungsqualität.

Bild 02: Die schrägverzahnten Zahnstangentriebe der Baureihe ZV basieren auf einsatzgehärteten
und geschliffenen Ritzeln mit hoher Verzahnungsqualität (Quelle: Hermle, Stöber Antriebstechnik)

Die HS flex heavy belädt Maschinen mit bis zu 1 200 kg schweren palettierten Bauteilen vollautomatisch.

Bild 03: Die HS flex heavy belädt Maschinen mit bis zu 1 200 kg schweren palettierten Bauteilen
vollautomatisch. (Quelle: Hermle, Stöber Antriebstechnik)

Berg sagt: „Da die HS heavy flex Bauteile bis zu 1.200 kg aufnehmen kann (Bild 3), mussten wir den Hubantrieb stärker auslegen. Damit fiel die Wahl auf die Zahnstangentriebe der Baureihe ZTR.“ Diese Ausführung mit aufgeschraubtem Ritzel auf der Flanschwelle des Planetengetriebes bietet eine hohe Linearsteifigkeit bei hohen Vorschubkräften. „Hermle hatte für diese Bewegung bereits einen Motor eingeplant, der nicht aus unserem Programm ist“, sagt J. Berg. „Über variable Adapter können wir unsere Planetengetriebe auch mit sämtlichen Third-Party-Motoren in jeder Baugröße kombinieren.“

Ganz wichtig für Hermle sind ein störungsfreier Betrieb und das Thema Sicherheit, etwa bei der Wartung. Die HS flexer möglichtes zum Beispiel Personen, sich beim Einrichten sicher im Arbeitsraum aufzuhalten. Dabei sind die Antriebsachsen in einen gefahrlosen Zustand zu versetzen. Hängen an den vertikalen Achsen schwere Lasten, können diese aufgrund der Schwerkraft herabfallen und damit das Personal gefährden. Um das zu verhindern, werden die Vertikalachsen durch Bremsen gesichert. Diese müssen auch bei Stromausfall zuverlässig funktionieren. „Von Beginnan standen die Haltebremsen im Fokus der Sicherheitsanforderungen“, beschreibt der Stöber-Experte. Denn systembedingt ändert sich die Bremswirkung während der Betriebszeit. Deshalb muss der Zustand der Bremsen sicher überwacht und regelmäßig überprüft werden – in der Regel schon beim Einschalten der Anlage. Stöber lieferte dazu leistungsstarke Bremsen mit einem engen Toleranzfeld. Die Safety-Funktionen der eingesetzten Heidenhain-Steuerung sorgen für die regelmäßige Überwachung und für eine eventuell notwendige Kalibrierung.

Perfekte Zusammenarbeit als Partner und Kunde

„Wir waren von Anfang an in die Projektierung eingebunden“, sagt Michael Dietmann, Projektleiter HS flex bei Hermle. Stöber setzt bei der Auslegung seit vielen Jahren auf die Engineering-Software Servosoft, mittels der die Ingenieure die Anforderungen von Hermle anhand definierter Bewegungsprofile und einer Lastmatrix detailliert erfassen können. Somit ist die Auslegung der Antriebe zuverlässig und auf den Punkt möglich, ohne eventuelle Reserven berücksichtigen zu müssen. Besonders wichtig ist die Dokumentation der Antriebsberechnung. Die Fakten werden fixiert, was einen wesentlich besseren Austausch beider Partner untereinander ermöglicht.

Die Inbetriebnahmeerfolgte letzt endlich ohne Probleme und konnte in kurzer Zeit abgeschlossen werden. „Auch die Zusammenarbeit verlief sehr harmonisch und stets in enger Abstimmung miteinander“, resümiert Johannes Berg.„ Ganz ähnlich wie bei uns setzte auch Hermle für jedes Projektmodul einen anderen Experten ein. Am Ende saßen wir alle zusammen, um ein einheitliches Bild zu schaffen.“ Von dieser Vorgehensweise profitiert letztlich auch Stöber– nicht nurals Partner. Denn die Antriebsspezialisten fertigen selbst mit den zuverlässigen Hermle-Maschinen.

Literatur

  1. Hermle AG, Gosheim: www.hermle.de
  2. Stöber Antriebstechnik GmbH + Co. KG, Pforzheim:www.stoeber.de
etz-Redakion
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