Schnitt durch eine Inline-Steckbuchse

Bild 01: Schnitt durch eine Inline-Steckbuchse (Quelle: Amphenol Sine Systems)

Die Umgebungen, in denen Netzanschlüsse verwendet werden, können sehr unterschiedlich sein: Sie reichen von kühlen und trockenen Rechenzentren, über heiße und feuchte Fabrikhallen bis hin zu nassen Lebensmittelverarbeitungsbetrieben. Steckverbinder können dabei für die Übertragung von einphasigen Wechselspannungen, dreiphasigen Wechselspannungen in Stern- oder Dreieckschaltung sowie verschiedenen Wechsel- und Gleichspannungen erforderlich sein. Sie werden auch benötigt, um Strom von Wandsteckdosen zu den an der Schalttafel montierten Maschinensteckverbindern zu leiten (Bild 1). Möglicherweise sind auch Inline-Stecker- und Buchsenpaare erforderlich, um die Anforderungen an die Konfiguration der Stromversorgung zu erfüllen, z. B. für Kabelverlängerungen.

Netzstecker und -buchsen benötigen zwischen drei und fünf Leiter oder Pole. Beispielsweise sind für einphasigen Wechselstrom und Erdung dreipolige Steckverbinder erforderlich. Für dreiphasige Stromversorgung in Dreieckkonfiguration sind vieradrige Kabel erforderlich, die die drei Phasensignale und einen Erdungsleiter enthalten. Eine dreiphasige Stromversorgung in Sternschaltung erfordert Leiter für jede Phase, einen Neutralleiter und einen Erdleiter, insgesamt also fünf Pole. Die Größen von Leitern und Steckverbindern variieren je nach der Stromstärke, für die sie ausgelegt sind.

Der ausgewählte Steckertyp hängt vom Verwendungszweck ab. Der Netzanschlusspunkt erfordert in der Regel einen Wandstecker, während das stromversorgte Gerät normalerweise einen Stecker für die Schalttafelmontage benotigt. Inline-Steckverbinder verbinden Kabel zwischen festen Anschlüssen, um das Einfügen von Verlängerungen, Phaseninvertern oder anderen Verbindungen in der Mitte der Leitung zu ermöglichen.

Verhinderung von Fehlanschlüssen

Entwickler sollten berücksichtigen, dass die meisten Installationen mehrere Maschinen umfassen; dies kann zu einer größeren Anzahl von Netzkabeln und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Fehlanschlüssen führen. In internationalen Normen wie DIN EN IEC 60309-2 (VDE 0623-2): 2306-06 [3] und UL/CSA ist die Anordnung der Leitungen und Pole je nach Art der zu übertragenden Leistung festgelegt (Bild 3), wodurch die Gefahr von Fehlanschlüssen minimiert wird.

Die Position des Erdungsstifts relativ zur Keilnut im Steckverbindergehäuse bestimmt die Steckverbinderkonfiguration. Ein Erdungsstift kann an einer von zwölf möglichen Positionen in Abständen von 30° angebracht werden, die im Uhrendiagramm zusammengefasst sind. Es kennzeichnet jeden einzelnen für drei (2P+E oder 2P-3W), vier (3P+E oder 3P-4W) oder fünf (3P+N+E oder 4P- 5W) Kabelanschlüsse anhand eines Farbcodes, der auf der Nennspannung des Steckverbinders basiert. Der Leiter und damit auch der Anschlussdurchmesser sind auf den Nennstrom abgestimmt.

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