Flexibler Dirigent für komplexe Automatisierungsaufgaben
Unter dem Motto „open and easy“ lassen sich mit dem PFC200, der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) von Wago, nicht nur komplexe Algorithmen und Schnittstellen in klassischer IEC-61131-3-Programmierung umsetzen, sondern beispielsweise auch mit offenen Programmiersprachen wie C++, Python oder NodeRed arbeiten oder Funktionen einfach via Docker implementieren. Mit dem PFC200 werden die Energiedatenflüsse des Energiespeichers der E-Bus-Ladestation dirigiert. „Wir können damit eine Vielzahl von Schnittstellen adaptieren und die daraus resultierenden Datenflüsse visualisieren, analysieren und verarbeiten.“ Somit entsteht eine Datendrehscheibe, die komplexe Systeme mit einer seit über zwanzig Jahren etablierten Industrie-Hardwareplattform vernetzt. Abgerundet wird das Ganze durch die Möglichkeit, diese Prozesse nutzerfreundlich beispielsweise in HTML5 oder Grafana dezentral auf dem PFC-Controller zu visualisieren. „Genau diese gesammelten und aufbereiteten Daten werden uns helfen, das Laden der Busse über das 10-kV-Netz bzw. das Batterie- und Energiemanagementsystem noch weiter zu optimieren – je nach Anforderung und Verfügbarkeit“, schließt N. Fehringer an.
Leuchtturmprojekt für mehr Nachhaltigkeit
In diesem komplexen System muss der Strom zweimal gewandelt werden: von Gleichstrom (DC) der Bremsenergie in Wechselstrom (AC) der Batteriespeicher, um im Ladepunkt wieder den Gleichstrom (DC) bereitzustellen, mit dem die E-Busse Strom auftanken können. „Dennoch bleibt der Wirkungsgrad der Elektromobilität größer als der von benzinbetriebenen Fahrzeugen“, ist N. Fehringer überzeugt. Hinzu kommt, dass mit der genutzten Bremsenergie eine bisher verschwendete Energiequelle nutzbar gemacht wird und ausgemusterte E-Auto-Batterien ein zweites Leben erhalten. Diese E-Bus-Ladestation mit ihrem innovativen Batterie- und Energiemanagementsystem sei daher ein „Leuchtturmprojekt“, welches die Negativaspekte der E-Mobilität reduziere und die Energiebilanz hin zu mehr Nachhaltigkeit verbessere (Bild 4 und 5). Genau das bestätigt auch Jeff Witting vom Auftraggeber Rhein- Energie AG [3]: „Wir sind begeistert. Diese multimodale E-Bus-Ladestation zeugt von nachhaltigem Innovationsgeist. Das Konzept ist einmalig in Deutschland und glänzt durch Forschung, Innovation, technischem Know-how und der unter Hochdruck angestrebten Nachhaltigkeit für die Energiewirtschaft.“
Literatur
- Ingenieurbüro Fehringer GmbH, Dortmund: www.ibfdo.de
- Wago GmbH & Co. KG, Minden.
- RheinEnergie AG, Köln: www.rheinenergie.com

