Zusätzliches Betriebssystem auf dem Controller

Bild 02: Bis zu 64 Module lassen sich an einen Buskoppler aneinanderreihen und somit schnell an eine Hutschienenleiste anhängen. Die Verdrahtung erfolgt mit Federzug-Klemmtechnik an die treppenförmige Verdrahtungsebene. (Quelle: SEW-Eurodrive)
Neben den neuen Schnittstellen-Funktionen bringt der Movi-C Controller UHX65A eine Reihe weiterer Eigenschaften mit, die über die Funktionen einer Kopfsteuerung oder eines Motion-Controllers hinausgehen. So kann parallel ein zusätzliches Windows-10-IoT-Betriebssystem ablaufen, um maschinennahe Algorithmen und Applikationen in Hochsprachen auszuführen. Durch die Hypervisor-RTS-basierte Architektur des Geräts wird sichergestellt, dass die beiden Betriebssysteme unabhängig voneinander agieren. Das Windows-Betriebssystem lässt sich individuell anpassen, um spezielle Anforderungen wie Sicherheitsregeln der Kunden-IT zu erfüllen. Damit ist beispielsweise die Anbindung an MES oder ERP-Systeme sicherheitsgerecht nach den Regeln des Kunden leicht und direkt aus dem Produktionsnetzwerk heraus umsetzbar.
Portfolio der Funktionsmodule erweitert
In der Regel werden an die Steuerung IO-Module angeschlossen, die die Signale von Sensoren einlesen oder Steuersignale an Aktoren weitergeben. Auch hier hat SEW-Eurodrive sein Portfolio um entsprechende Module erweitert. Neben den bereits vorhandenen digitalen- und analogen Ein- und Ausgangsmodulen gibt es jetzt auch Funktionsmodule wie Zähler, eine Schnittstelle für Wegmesssysteme mit Synchron-Serieller-Schnittstelle (SSI) sowie solche zur Erfassung von Signalen von Dehnungsmessstreifen, zum Beispiel für Wägezellen. Darüber hinaus wurden auch Varianten in funktional sicherer Ausführung in das Portfolio aufgenommen. Über diese Safety-Module können beispielsweise Sicherheitslichtgitter, Safety-Scanner, Sicherheitsschalter usw. in das Gesamtsystem eingebunden werden.
Prinzipiell lassen sich bis zu 64 Module an einen Buskoppler anreihen und somit schnell an eine Hutschienenleiste anhängen (Bild 2). Die Verdrahtung erfolgt mit FederzugKlemmtechnik an die treppenförmige Verdrahtungsebene. Die Funktionsmodule sind von der Verdrahtungsebene abnehm- und somit leicht austauschbar. Aneinandergereiht sind die Module gleichzeitig mit dem internen Rückwandbus verbunden. Dieser arbeitet mit einer Übertragungsrate von 48 Mbit/s und ermöglicht so schnelle Reaktionszeiten.