Blick in die Zukunft

Abbild Jamal

Bild 6: Jamal (Quelle: measX)

Abbild Heidemann

Bild 7: Heidemann (Quelle: measX)

„Ziel sollte sein, mit der bekannten deutschen Gründlichkeit an das Thema automatisiertes Fahren heranzugehen“, sagt R. Jamal. „Die Gründlichkeit, die man hierzulande ansetzt ist vorbildhaft. Alleine die Tatsache, dass man im Deutschen vom ‚automatisierten‘, nicht ‚autonomen‘ Fahren spricht, weil dies die Sache treffender beschreibt, verdeutlicht dies schon. Viele IT-getriebene Firmen aber arbeiten oft nach dem Bananen-Prinzip, à la: ‚Das Produkt reift beim Kunden‘ und verlagern Sicherheitsprobleme auf den Endanwender, das darf beim automatisierten Fahren nicht passieren!“
„Wir werden in zehn Jahren autonom fahren, müssen aber ‚einen Zahn‘ zulegen“, prognostiziert F. Heidemann. „Es gibt Player im Markt, die mit großer Dynamik loslegen und manchmal scheitern – beides hilft, um schneller zu sein: Simulationen und Tests allein im Labor und nur noch Validierungsfahrten auf der Straße werden in zehn Jahren Realität sein.“ Das bestreitet auch der Audi-Experte nicht: „In zehn Jahren wird es sicher auch eine neue Generation von Menschen geben, für die das autonome Fahren selbstverständlich ist: ‚Einsteigen, losfahren ankommen‘ wird die Devise sein.“ Auch die entsprechende Infrastruktur wird sich ändern.

„Der Erfolg hängt auch von der Definition der Teilschritte ab“, ist Dr. J. Hilsmann überzeugt. „Jeder Entwicklungsschritt führt schneller zu neuen Ergebnissen und zur vollständigen Umsetzung des Konzepts.“ Prof. W. Huber schließt: „Der Sprung über den abgesicherten ‚Gartenzaun‘ des manuellen Fahrens ist fundamental wichtig. Die Verantwortung wird vom Menschen auf die Maschine verlagert werden. Das geht nur Schritt für Schritt. Das Fahrzeug – als Roboter betrachtet – muss nach und nach lernen und besser werden.“ Dabei soll autonomes Fahren nicht mehr nur in einer Wettbewerbssituation betrachtet werden. „Zusammen sind wir stark!“, so sein Fazit.

ETZ Redaktion
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