Außenansicht des Bachmann-Hauptsitzes in Feldkirch

Das Headquarter von Bachmann electronic in Feldkirch/Österreich (Quelle: Bachmann)

Nach dem Rekordjahr 2020 konnte Bachmann seinen Umsatz 2021 weiter steigern auf rund 90 Mio. €. Das Unternehmen mit Headquarter im österreichischen Feldkirch und mehr als 500 Mitarbeitenden weltweit ist Experte für Automatisierung, Netzmessung und -schutz, Visualisierung und Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen. "Das kontinuierliche und sichere Wachstum ist in den immer noch stark pandemischen Zeiten besonders der Weitsicht der Unternehmensleitung zu verdanken", heißt es in der Pressemeldung. Dabei seien die vor vielen Jahren getätigten Entscheidungen, an der Aufrechterhaltung der nahezu 100% Wertschöpfungskette und am ausschließlichen Produktionsstandort Feldkirch festzuhalten, nur einige der stabilisierenden Maßnahmen für das Unternehmen heute gewesen. „Ein weiterer und wesentlicher Erfolgsfaktor ist das Bachmann-Team selbst, ohne diese Kraft könnten wir solche Erfolge nie feiern und dafür gebührt jedem Einzelnen bei Bachmann ein großes Dankeschön“, sagt CEO Bernhard Zangerl voller Stolz.

Für 2022 werden die Winde als "sehr günstig" angegeben und das Unternehmen ist in den ersten beiden Monaten des Jahres wieder in voller Fahrt. "Die Vorplanung wird allerdings immer schwieriger, da sowohl der Beschaffungsmarkt für elektronische Bauteile wie auch der Fachkräftemarkt viel Unsicherheit bieten", gibt das Unternehmen an. So seien beispielsweise die Kosten für Standardbauteile zum Vorjahr um rund 35% gestiegen, in Einzelfällen sogar bis zum 100-fachen. Ebenso hat Bachmann derzeit mehr als 25 offene Fachkräftestellen, die es dringlich zu besetzen gilt. "Trotz dieser Umstände herrscht große Zuversicht für 2022 und ein sehr großer Gemeinschaftssinn bei allen Mitarbeitenden", gibt man sich offensiv.

Im Bereich der Windenergie rund um die Automatisierung und die Zustandsüberwachung von Windenergieanlagen sieht sich Bachmann als weltweiter Marktführer. "In knapp jeder 3. Windenergieanlage auf der Welt kommt Bachmann-Know-how zum Einsatz und sorgt somit für eine effiziente, regenerative Energieerzeugung", heißt es von Unternehmensseite. Diesen Bereich betreut Bachmann seit den 2000er-Jahren "sehr erfolgreich" und sieht sich für den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien gut gewappnet. Auch weitere regenerative Energietechnologien stehen bei Bachmann ganz vorne, so wird beispielsweise die Automatisierung von Wasserkraftanlagen, Blockheizkraftwerken oder Batteriespeichern als ausgewiesenes Standbein des Unternehmens angegeben. Im Entwicklungsfokus der nächsten Jahre soll auch die Energieautonomie in Form von dezentralen Energieerzeugern und der entsprechenden Speichermedien stehen.

"Aber nicht nur im Energiesektor konnte sich Bachmann mit seiner Technologie-Führerschaft Marktanteile sichern, sondern auch im maritimen Umfeld ist das Unternehmen ein gefragter Experte. So stehen Begriffe wie autonome Schifffahrt, Green-Ship-Technology und die Standardisierung und Vernetzung der Schiffssteuersysteme auf dem Erfolgsplan", gibt das Unternehmen weiter an.

Im Bereich der Industrieautomatisierung geht es ebenso schnell voran. In Folge der Erholung des mitteleuropäischen Maschinenbausektors, gelang es Bachmann 2021 nach eigenen Angaben hier ein Branchenrekordergebnis zu generieren. „In diesem Bereich ist der Wettbewerb durch die großen Player wie Siemens besonders hart, jedoch können wir mit unserer Qualität und unserer einzigartigen Systemzuverlässigkeit in wichtigen Produktionsbereichen der Industrie klar punkten und erfolgreich durchsetzen“ führt Industrie-Branchenleiter Leopold Matouschek aus.

„Es bedarf immerwährender Anstrengung, um sich in den unterschiedlichen Märkten zu halten und eine sichere Existenz zu gewähren. Aber genau diese unterschiedlichen Märkte machen es überhaupt möglich, regionale oder globale Schwankungen abzufedern. Darum ist es wichtig, dass unsere High-Tech-Entwicklungen möglichst leicht auf die unterschiedlichen Marktanforderungen anzupassen sind und wir somit eine effiziente Forschungs- und Entwicklungspolitik bei unseren Lösungen betreiben“, erläutert Daniel Pfeiffer, technischer Leiter bei Bachmann. "Die Investitionsquote im Bereich Entwicklung von rund 20% des Umsatzes spricht bei der Zukunftsgestaltung ebenso eine klare Sprache, wie das Jobangebot für Fachkräfte aus dem Bereich Hard- und Software", so das Unternehmen.

An den 24 Standorten der Bachmann-Gruppe ist man guter Dinge, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und weiterhin auf Erfolgskurs zu bleiben. "Es liegt in der Natur unseres Unternehmens, die Ärmel hochzukrempeln und mit Teamgeist und dem Blick für das große Ganze positiv vorwärtszugehen", heißt es weiter. Und zuversichtlich blickt man auf 2022, für das man sich ein Umsatzziel von 100 Mio. € gesteckt hat und den Kurs für ein solides Wachstums weiter bestimmen soll.

Bachmann (ih)

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