Anbindung aller Steuerungen an Mindsphere

Bild 2: Beim Ewon Flexy 205 werden Zugangsdaten für den Log-in zum Mindsphere-Server per Konfiguration hinterlegt und auch, welche Daten in die Cloud übertragen werden sollen (Quelle: HMS)
Hat sich der Anwender für Mindsphere von Siemens als Cloudlösung entschieden, kann er auf zahlreiche Apps aus dem Store zurückgreifen. Das Angebot umfasst die Bereiche „Connect & Monitor“, „Analyze & Predict“ sowie „Digitalize & Transform“. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie die Daten der Bestandsmaschinen aus der Fabrik sicher an Mindsphere übertragen und den Apps zur Bearbeitung zugänglich werden. Mit dem IIoT-Gateway Ewon Flexy 205 ist das einfach: Per Konfiguration werden Zugangsdaten für den Log-in zum Mindsphere-Server hinterlegt und die Daten ausgewählt, die in die Cloud übertragen werden sollen (Bild 2). Alles weitere – also die sichere Datenverbindung und -übertragung – übernimmt das IIoT-Gateway. Hoch ist die Anzahl an Daten, nämlich 1 500 Tags, die sich übermitteln lassen. Damit ist das Gateway für komplexe Anwendungen bestens geeignet und kann auch bei der Integration von Bestandsanlagen gute Dienste leisten. Das Besondere an der Flexy-205-Lösung ist, dass die über Flexy übertragenen Daten von allen Mindsphere Tools und Apps genutzt werden können (Bild 3).
Mindsphere als High-End-Lösung
Mindsphere oder vergleichbare Lösungen wie Thingworx oder die SAP Cloud eignen sich bestens als High-End-Lösungen für komplexe, weltweit vernetzte Applikationen. Wer sich für diese Lösungen entscheidet, sollte sicherstellen, dass fundiertes Prozess-, Security- und IT-Know-how im Unternehmen vorhanden ist oder qualifizierte und erfahrene Berater in das Projekt eingebunden werden. Nicht zuletzt sollten auch die zu erwartenden Betriebs- und Lizenzkosten genau betrachtet werden, bevor man sich für ein IoT-System entscheidet, denn für Systeme wie Mindsphere rufen die jeweiligen Hersteller nicht selten fünf- bis sechsstellige jährliche Betriebskosten auf.