Energy Command Center bei Capgemini in Indien

Energy Command Center bei Capgemini in Indien (Quelle: Schneider Electric)

Das Energy Command Center ist nach Angaben von Schneider Electric eine integrierte und zentralisierte Plattform zur Überwachung, Steuerung und Optimierung aller energieverbrauchenden Anlagen in Gebäuden, einschließlich Rechenzentren oder Räumen mit kritischen Umgebungsbedingungen. Kritische oder kontrollierte Umgebungen sind dabei Bereiche, die genau einzuhaltende Umgebungsbedingungen erfordern. Ein Beispiel ist die regelmäßige Kontrolle von Temperatur und Luftqualität, wie z. B. in Laboren, um diese in einem definierten Bereich zu halten.

Die Plattform soll Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen sowie IoT-Technologien kombinieren, um Metriken wie beispielsweise die Energieintensität, den Zustand kritischer Anlagen, kritische Betriebsabläufe oder die Gesamtleistung aller Energieanlagen zu messen und zu prognostizieren. Das Energy Command Center soll dabei Echtzeitdaten zu Energieverbrauch und CO2-Emissionen in Kombination mit modularen und interoperablen Technologien für das Gebäudemanagement nutzen. So kann der Energieverbrauch und die Energiekosten gesenkt werden, um definiert Unternehmensziele zu erreichen und den Weg zu einer Netto-Null-Energiebilanz zu beschleunigen.

Nach eigenen Angaben unterstützt Schneider Electric Unternehmen in diesem Zusammenhang mit vernetzten Produkten, Edge-Control-Anwendungen und Beratungsdienstleistungen. Fabriken, Büros und andere Infrastruktureinrichtungen können so gebündelt gesteuert und der Energieverbrauch im gesamten Unternehmen über eine integrierte Plattform gesenkt werden. Capgemini steuert sein Know-how in den Bereichen Datenintegration und -verarbeitung, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie bei der Integration aller Produkte und Software in eine zentrale Entscheidungsplattform bei.

Erfolgreicher Pilotbetrieb an den acht indischen Hauptstandorten von Capgemini

Ein Prototyp der Lösung wird seit 2022 an den acht indischen Hauptstandorten von Capgemini getestet. Diese machen rund ein Viertel des Energiebedarfs der Capgemini-Gruppe aus. Dort soll sie eine effiziente, standortübergreifende Überwachung und Steuerung der Energieversorgung in Echtzeit sowie die Reduzierung und Optimierung des Energieverbrauchs über eine zentrale Plattform ermöglichen. Gemäß einer Pressemitteilung von Schneider Electric leistet die Plattform mit einer Reduktion des Energieverbrauchs um 29 Prozent (2023 im Vergleich zu 2019) an den acht Standorten einen wichtigen Beitrag zu den Dekarbonisierungszielen der Capgemini-Gruppe.

Energiewende beschleunigen

„Capgemini ist fest davon überzeugt, dass digitale Technologien und Daten ein unglaubliches, bisher ungenutztes Potenzial zur Beschleunigung der Energiewende bergen. Diese Vision und das Engagement, dieses Potenzial zu heben, teilen wir mit Schneider Electric”, sagt Aiman Ezzat, CEO von Capgemini. „Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase der Energiewende. Wir freuen uns daher sehr, unsere Kräfte zu bündeln und unser umfassendes Technologie- und Daten-Know-how mit den erstklassigen Lösungen von Schneider Electric zu kombinieren. Gemeinsam können wir Unternehmen entscheidend dabei unterstützen, ihren Weg zur Dekarbonisierung der Energieversorgung zu steuern und zu beschleunigen.”
„Energieeffizienz, Dekarbonisierung durch Elektrifizierung und Digitalisierung sind zentrale Themen, wenn wir die Energie- und Klimakrise in den Griff bekommen wollen. Wir freuen uns daher sehr, zusammen mit Capgemini Energieeffizienz und nachhaltige Praktiken des erfolgreichen Wirtschaftens voranzutreiben. Gemeinsam werden wir hier viel erreichen", so Peter Herweck, CEO von Schneider Electric.

Schneider Electric (af)

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