Abfragen und Zugriff auf Daten
Mit Proficy Operations Hub lassen sich Abfragen erstellen, um sowohl auf intern als auch auf extern gespeicherte Daten zum Anzeigen und Ändern zuzugreifen und diese zu verwalten. Entitäts- (Proficy Operations Hub-Entitäten), SQL-(externe SQL-Datenbank), Rest- (entsprechendes Rest-API) sowie Erweiterungsabfragen (Proficy Historian und OPC UA) sind möglich. Bei der Installation von Proficy Operations Hub erhält der Anwender automatisch eine Liste mit den sofort einsatzbereiten Abfragen (OOTB). Dabei handelt es sich um Systemabfragen, die nicht freigeschaltet, geändert oder gelöscht werden können. Solche Abfragen kann man duplizieren, um sie zu ändern und zu verwenden.
Um eine SQL-Abfrage zu generieren, muss eine Verbindung zu einer SQL-Datenbank vorhanden sein. Wer eine relationale Datenbank in einer Proficy-Operations-Hub-Anwendung verwenden möchte, muss:
- eine Datenquelle mit einem relationalen Datenbanktyp erstellen und die Details der externen Datenbank angeben,
- eine SQL-Abfrage erstellen sowie die erwarteten Eingaben und Ausgaben einer Stored Procedure angeben sowie
- die Abfrage im Seitendesigner zuordnen, um die Abfrage zum Abrufen der Daten aus der externen Datenbank zu verwenden.
Die Darstellung der Ergebnisse kann in Tabellenform erfolgen (Bild 3). Die Tabelle zeigt Informationen in Textform sowie Aktionsfelder an. Jede Spalte in der Tabelle stellt ein Entitätsfeld dar. Die Informationen, die in einer Tabellenzelle erscheinen, werden durch Auswahl einer Abfrageausgabe oder durch Verwendung einer Formel definiert.
Plug-ins als Erweiterung
Ein Plug-in ist ein konfigurierbares, in eine Anwendung eingebettetes Widget, mit den Komponenten einer Anwendung (beispielsweise Entitäten und Abfragen) zusammenwirken. Anwender können eigene Widgets erstellen und so Proficy Operations Hub zusätzliche Funktionen hinzufügen. Verwendete Plugins lassen sich auf einen lokalen Rechner speichern und von einer anderen Station importieren.
Mit Messgeräte-Widgets ist es möglich, Daten auf einer visuellen Anzeige darzustellen (Bild 4). Zum Beispiel wird bei dem Kreisbogen-Widget der Wert auf einer gekrümmten, farbcodierten Skala aufgetragen. Die Farbe, in der der aufgezeichnete Wert erscheint, zeigt an, ob der jeweilige Wert innerhalb vorgegebener Grenzen liegt.
Mit dem Zeitleisten-Widget lässt sich der zeitliche Fortschritt von Ereignissen visuell anzeigen und überwachen. Es eignet sich beispielsweise dafür zu kontrollieren, wie lange eine Maschine in Betrieb war oder sie sich im Leerlauf befand. Um mehrere Ereignisse in einem einzigen Zeitraum zu visualisieren, lassen sich mehrere Zeitleisten an derselben X-Achse ausgerichtet in einem Diagramm, hinzufügen.
Ein Karten-Widget kommt zum Einsatz, um zum Beispiel die Standorte von Geräten auf einer Karte mit Google-Maps-Funktion zu visualisieren (Bild 5). Um diese zu aktivieren, ist Zugriff auf den von Google generierten API-Schlüssel nötig. Zusätzlich lassen sich Daten und Warnungen dieser Geräte tabellarisch anzeigen.
Benutzer, Rollen und Berechtigungen
Für die Systemsicherheit spielen Benutzerrollen und Berechtigungen eine wichtige Rolle. Die rollenbasierte Zugangskontrolle hat sich zu einer der wichtigsten Methoden für eine erweiterte Zugangskontrolle entwickelt, indem der Anwendungszugang auf der Grundlage der Rolle einer Person innerhalb einer Organisation eingeschränkt wird. Der Zugang kann auf einer Vielzahl von Faktoren beruhen, wie Autorität, Verantwortung und fachliche Kompetenz. Der rollenbasierte Zugriff ist eine große Hilfe für Unternehmen mit vielen Mitarbeitern.
Ein System zur Verwaltung von Benutzerrollen hilft dabei, die Kontrolle über die Informationen zu behalten. Auch Proficy Operations Hub erlaubt das Erstellen von Benutzerrollen, um festzulegen, welche Benutzer auf bestimmte Informationen zugreifen können. Dabei ist es möglich, mehrere Kategorien mit mehreren Gruppenebenen innerhalb einer Kategorie frei zu generieren.

