Höhere Anlagenverfügbarkeit und Reduzierung der Energiekosten

Bild 03: Webvisualisierungsansicht „Produktionsleitung“ (Quelle: Heitec)
In der Webvisualisierung für die Produktionsleitung werden das Produktionsergebnis und mit der Anlagenverfügbarkeit die Overall Equipment Effectiveness (OEE) angezeigt (Bild 3). Anhand der Alarme, Alarmhistorie und Trenddaten können Fehlerquellen oder Materialschäden leichter und schneller gefunden sowie entsprechende Wartungsmaßnahmen geplant werden (auch prädiktiv), etwa wenn Schichtpausen anstehen. Die Schichtenplanung ist frei konfigurierbar. Potenzieller Verschleiß ist frühestmöglich absehbar, die vorausschauende Instandhaltung wird optimiert, der Wartungsaufwand minimiert und die Disponibilität erhöht.
Ein immer wichtigerer Faktor ist die Erfassung von energetischen Daten und in der Konsequenz die Reduzierung des Energieverbrauchs sowie der Kosten. Dies gilt gerade für Betriebe, die wie die Süßwarenherstellung aufgrund der permanent erforderlichen Bestromung des Dauerbetriebs mit über 5 Mio. kWh/Jahr sehr energieintensiv operieren. Auch die Reduzierung von Ausschuss und Rücklauf Loops trägt zu mehr Energieeffizienz bei.
Das Ziel: Eine konzernweite Nutzung der BDE-Vorteile
Bereits in der Pilotphase konnten Effektivität und direkte Transparenz spürbar erhöht sowie eine Verbesserung des Ressourceneinsatzes erreicht werden. Die Datenerfassung, auch unter Einsatz von künstlicher Intelligenz, wird nun Schritt für Schritt verfeinert, um immer detailliertere Informationen zu erhalten und zur komfortablen Anlagensteuerung und Wartung aufzubereiten.
Nach erfolgter Implementierung einer webbasierten, zentralisierten Applikationsanwendung können Mitarbeiter sowohl Neudaten in Echtzeit auf Endgeräten, wie Smartphone, Tablet, Laptop oder PC, einsehen als auch Erfahrungswerte abrufen und eine effektive Produktions sowie Prozessanalyse vornehmen. Das BDE-System erhöht Sicherheit und Produktivität der Anlage und lässt Raum für weitere Anwendung.
Langfristige Zielsetzung des Gesamtprojekts ist eine werksübergreifende BDE mit durchgängigem DashboardDesign, die Implementierung an allen Standorten und in allen Produktionslinien. Außerdem ist eine zentrale Datenbank geplant, die alle produktionskritischen Daten historisiert und ein Monitoring ermöglicht, um Rückschlüsse, Analysen sowie Optimierung im Blick zu haben. Das Dashboard wird in der finalen Ausbaustufe ein Big Picture für die Werks und Geschäftsleitung abbilden, um die relevanten Kennzahlen jederzeit und an jedem Ort verfügbar zu haben und um künftig besser und schneller auf Basis von Echtzeitdaten agieren zu können.
Aus unternehmerischer Sicht gilt es, durch Digitalisierung der Herstellungsprozesse mit Betriebsdatenerfassung die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und langfristig zu sichern. Ferner sollen die Kundenzufriedenheit erhöht, die Produktqualität effektiv überwacht und es soll nachhaltig sowie kosteneffizient produziert werden. Das schließt ein, die Produktionsdaten automatisiert, komfortabel und fehlerfrei sowie papierlos und ressourcenschonend zu dokumentieren.
Literatur
- Hosta Group, Stimpfach-Randenweiler: www.hosta-group.com
- Heitec AG, Erlangen: www.heitec.de
- Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg: www.phoenixcontact.com/de-de
- Softing Industrial Automation GmbH, Haar: https://industrial.softing.com/de/
- Wipotec GmbH, Kaiserslautern: www.wipotec.com
- Bachmann Electronic GmbH, FeldkirchÖsterreich: www.bachmann.info