Das neue Werk bietet dank moderner Arbeitswissenschaften und Digitalisierung innovative Wege in der Fertigung und Logistik sowie Raum für neue, hocheffiziente Prozesse und Arbeitsweisen. (Quelle: Dehn)

Das neue Werk bietet dank moderner Arbeitswissenschaften und Digitalisierung innovative Wege in der Fertigung und Logistik sowie Raum für neue, hocheffiziente Prozesse und Arbeitsweisen. (Quelle: Dehn)

Die Investitionsentscheidung zu Beginn der Corona-Pandemie ist nicht nur ein vorausschauender Meilenstein in der Fortführung der Erfolgsgeschichte von Dehn, sondern ein klares und langfristiges Bekenntnis zur Region Neumarkt. Das neue Werk zählt zu den modernsten Produktionsstätten in Nordbayern.

„Globale Megatrends wie erneuerbare Energien, Elektromobilität und Digitalisierung sind wesentliche Treiber für das Wachstum der vergangenen Jahre,“ so Dr. Philipp Dehn, Vorsitzender des Vorstands der Dehn SE. „Energie- und Datennetze der Zukunft können nur mit entsprechenden Schutzlösungen zuverlässig funktionieren. Dehn bietet diese Lösungen. Die Nachfrage nach unseren Produkten ist daher ungebrochen hoch und wir sehen künftig vielversprechende globale Marktchancen. Das moderne und innovative Werk in Mühlhausen wird auf diesem Weg einen bedeutenden Beitrag leisten.“

Der neue Standort ist nicht nur ein Zeichen für das starke Wachstum und die Innovationskraft des Unternehmens, sondern auch für dessen Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Mitarbeitenden, der Umwelt und der Region. Der Neubau erfüllt die hohen Anforderungen des KfW40-Standards und gehört damit zu den modernsten und nachhaltigsten Industriegebäuden in Bayern. Zu den ökologischen Highlights gehören die Nutzung von Fernwärme, die Gebäudeheizung und -kühlung mittels Betonkernaktivierung, ein 3.400 m² großes begrüntes Dach sowie Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von ca. 1.250 kWp. Damit produziert Dehn rund 60 % der dort benötigten Energie selbst.

Optimale Bedingungen bietet der neue Standort auch für die rund 600 Mitarbeitenden, die an hochmodernen, ergonomischen und höhenverstellbaren (Fertigungs-)Arbeitsplätzen tätig sind. Das gilt auch für die Gruppe integrativer Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, die in enger Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Neumarkt direkt in den Fertigungsablauf und damit in die Stammbelegschaft integriert sind.

„In Mühlhausen verbinden wir neueste Möglichkeiten der Arbeitswissenschaften mit fertigungstechnischer Innovation und nutzen die Chancen der Digitalisierung, um die Arbeitsplätze optimal in den Fertigungsprozess zu integrieren“, erklärt Christian Köstler, COO der Dehn SE. „Das heißt für uns, dass Arbeitsplätze ergonomisch und individuell eingerichtet werden können und sinnvoll durch digitale Prozesse unterstützt werden. Die Materialbereitstellung erfolgt durch autonome, fahrerlose Transportsysteme, die ihrerseits für einen reibungslosen Produktionsablauf sorgen.“ Insgesamt 20 fahrerlose Transportsysteme sind bereits jetzt im EInsatz. Zur Fabrikplanung und Materialflossanalyse kam die Software Vistable zum Einsatz. 

Die neue Fertigung ist eine Erweiterung des bestehenden Logistikzentrums, das Dehn bereits 2014 in Mühlhausen eröffnet hat. Das Stammwerk deckt einen Großteil des Produktionsvolumens ab, das von Mühlhausen aus in die ganze Welt geliefert wird, und lässt Raum für weiteres geplantes Wachstum. Auch Platz für weitere Bauabschnitte ist vorhanden. Zu den Produkten mit überduchschnittlichen Wachstumsquoten gehören laut den Managern die Überspannungsschuztugeräte Typ 1-3. Im bisherigen Standort in Neumarkt verbleibt das Headquarter sowie das Testlab. 

Das Unternehmen ist auch international sehr aktiv, insbesondere auch n den USA und in China. In China lässt Dehn auch fertigen. Laut P. Dehn ist das Risiko, nicht in China vertreten zu sein, größer, als dort zu sein.

Dehn (hz)

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