Grafik der Exporte und Importe der deutschen Elektro- und Digitalindustrie

Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben im Mai 2025 um 6,3 % im Vergleich zum Vorjahr auf 19,9 Mrd. Euro zugelegt. (Quelle: ZVEI)

In den gesamten ersten fünf Monate dieses Jahres beliefen sich die aggregierten Branchenexporte auf 105,7 Mrd. Euro (+2,2 % gegenüber Vorjahr). Die Einfuhren erreichten im gleichen Zeitraum 111,8 Mrd. Euro (+7,2 %). „Mit kumulierten 6,1 Mrd. Euro von Januar bis Mai hat sich das sektorspezifische Handelsbilanzdefizit bis zuletzt zwar sukzessive ausgeweitet, es bleibt letztlich aber noch überschaubar“, so A. Gontermann.

Branchenexporte in Industrieländer gegenüber Vorjahr gestiegen

Die deutschen Elektroexporte in die Industrieländer zogen im Mai 2025 um 7,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 12,9 Mrd. Euro an. Einen besonders hohen Anstieg verzeichneten hier die Lieferungen nach Taiwan, die sprunghaft um 45,4 % auf 319 Mio. Euro anstiegen. Ebenfalls zweistellig wuchsen die Branchenlieferungen nach Spanien (+23,3 % auf 790 Mio. €), in die Schweiz (+17,0 % auf 693 Mio. €) und nach Dänemark (+11,5 % auf 285 Mio. €). Auch die Elektroexporte nach Belgien (+9,2 % auf 447 Mio. €), Österreich (+ 9,1 % auf 815 Mio. €), Italien (+ 9,0 % auf 888 Mio. €), UK (+8,6 % auf 778 Mio. €), Frankreich (+3,1 % auf 1,1 Mrd. €), Tschechien (+2,1 % auf 812 Mio. €), in die Niederlande ( 2,1 % auf 1,2 Mrd. €) und nach Schweden (+1,3 % auf 400 Mio. €) konnten ihre Vorjahreswerte im Mai – teils deutlich – übertreffen.

Moderater Rückgang der deutschen Elektroausfuhren in die USA

Dagegen reduzierten sich die Exporte sowohl nach Japan (-0,5 % auf 216 Mio. €) als auch in die USA (-0,8 % auf 2,0 Mrd. €) leicht. Bei den Lieferungen nach Südkorea war das Minus mit 3,9 % auf 273 Millionen Euro deutlicher. “Bedenkt man die kaum mehr kalkulierbare US-Zollpolitik, so darf der nicht einmal einprozentige Rückgang der deutschen Elektroausfuhren in die USA im Mai wohl als recht moderat eingestuft werden, zumal die gleichzeitige Schwäche des Dollars ja noch hinzukommt”, sagte A. Gontermann.

Exporte nach China auch im Mai weiter schwach

Zusammengenommen von Januar bis Mai dieses Jahres stiegen die Branchenexporte in die Industrieländer auf 69,6 Mrd. Euro (+4,4 % zum Vorjahr). Im US-Geschäft gab es hier noch ein Wachstum von 3,9 %. In die Schwellenländer lieferte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Mai 2025 Waren im Wert von 7,0 Mrd. Euro – ein Plus von 4,7 % zum entsprechenden Vorjahresmonat.

„Der Zuwachs fiel im Vergleich zum Anstieg des Geschäfts mit den Industrieländern geringer aus, weil vor allem die Exporte nach China auch im Mai weiter schwach blieben“, so Gontermann. Sie fielen hier um 4,1 % auf 2,0 Mrd. Euro. Die Ausfuhren nach Polen (+21,2 % auf 1,0 Mrd. €) und Südafrika (+20,5 % auf 159 Mio. €) stiegen kräftig. Auch die Lieferungen nach Rumänien (+10,1 % auf 454 Mio. €) und Ungarn (+7,9 % auf 632 Mio. €) erzielten im Mai deutliche Zuwächse. Die Exporte nach Thailand (+3,1 % auf 94 Mio. €), Mexiko (+2,0 % auf 282 Mio. €), Indien (+1,7 % auf 256 Mio. €), Malaysia (+0,8 % auf 196 Mio. €) und Brasilien (+0,5 % auf 141 Mio. €) rückten moderater vor. Dagegen lagen die Branchenlieferungen in die Türkei – wie jene nach China – unter ihrem Vorjahreswert (-5,4% auf 320 Mio. €). In den ersten fünf Monaten dieses Jahres summierten sich die Ausfuhren in die Schwellenländer auf 36,1 Mrd. Euro – ein Rückgang von 1,8 % gegenüber Vorjahr.

ZVEI (af)

Ähnliche Beiträge