Auswertungen auf Feldbusebene

Bild 3: Das Controlplex-Board – hier mit Profinet-Schnittstelle – kombiniert selektiven Überstromschutz, Stromverteilung von Lastkreisen sowie das Schalten bzw. Rücksetzen von Lastkreisen mit der Kommunikationsfähigkeit zu übergeordneten Steuerungssystemen (Quelle: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH)
Moderne Konzepte der Maschinensteuerung basieren heute im Wesentlichen auf Feldbussen, wie Profibus, CAN oder Modbus, sowie auf ethernetbasierten Feldbussen. Gerade letztere bieten durch ihre hohe Übertragungsgeschwindigkeit und große Bandbreite eine Datenübertragung in Echtzeit. Was für Maschinen aufgrund der immer weiter steigenden Anforderungen an Performance und Diagnose heute Stand der Technik ist, zeigt sich für Sensorik sowie Schutzschalter aus Kostengründen noch eher als Ausnahme. Ein Feldbusknoten mit Anbindung an die Sensorik ist zwar leicht zu realisieren, jedoch benötigt man auch die entsprechend hohe Abtastgeschwindigkeit im Sensor/Aktor, um die Leistung des Feldbusses nutzen zu können.
Die hohe Performance ist mit entsprechenden Kosten verbunden, wenn man Sensoren und Aktoren mit performanten Micro-Controllern und Feldbusanschaltungen ausstatten will. Damit bleibt immer abzuwägen, welche Diagnosefähigkeit die Maschine im Vergleich zu den entstehenden Kosten benötigt.
Speziell im Anlagenbau mit verteilten dezentralen Energieverteilern sieht man den Trend, doch die Kommunikationslösungen mit hochwertigen Feldbussen zu nutzen. Sie vereinen gute Anbindung, hohe Diagnosefähigkeit und schnelle Auswertung. E-T-A unterstützt diesen Trend mit dem Controlplex Board SVS201-CP (Bild 3). Das besteht aus dem Bus-Controller CPC10, dem Stromverteilungssystem SVS201-PWR für acht, 16 oder 24 Steckplätze sowie den parametrierbaren, elektronischen Sicherungsautomaten ESX50D. Die Auswertung erfolgt hier mittels Profibus/Profinet.
Aufbau einer zweiten Informationsebene
In der Zukunft sind neben einer Auswertung über die Steuerung auch weitere Ansätze gut vorstellbar. So kommen an vielen Maschinen neben den Feldbussen auch mehr und mehr Service-Schnittstellen zum Einsatz. Deshalb ist es durchaus vorstellbar, hier eine parallele Datenkommunikation zum Beispiel in der Cloud aufzubauen. Dort lassen sich dann durch unidirektionale Verbindungen die Maschinen und Anlagen auswerten. Entsprechend schnell und einfach stehen diese Informationen auch dem Betreiber, Bediener und Instandhalter zur Verfügung. Dies kann durch entsprechende Algorithmen auch aktiv und vorausschauend erfolgen. Ziel ist es auch hier, die Maschinenverfügbarkeit so hoch wie möglich zu halten und Ausfallzeiten weitestgehend zu vermeiden.