Abbildung von Terna Energy auf der Ferieninsel Euböa

Bild 01: Der von Terna Energy auf der Ferieninsel Euböa errichtete Windpark „Kafireas“ ist der bisher größte in Griechenland. Das bergige Gelände machte Aufbau und Vor-Ort-Einsätze zur Herausforderung. (Quelle: Bachmann Electronic)

Der von Terna Energy [1] errichtete Windpark „Kafireas“ (Bild 1) ist der bisher größte in Griechenland. Er umfasst insgesamt  Windenergieanlagen von Vestas und Enercon, die über drei Umspannstationen ins Netz einspeisen. Diese setzen die Spannung von 33 kV auf 150kV um und sind in Sterntopologie zusammengeschlossen. Über ein 72km langes Seekabel wird die Energie zum Festland nach Lavrio nahe Athen transportiert.

Um auch in Zukunft einen möglichst problemlosen Betrieb sicherzustellen, wollte der Anlagenbetreiber von Beginn an bei der Implementierung und Konfiguration der Lösung zur Netzregelung mitarbeiten. „Wir machen sehr viel selbst – von der Projektplanung auf Basis langjähriger Windmessungen über Umweltstudien und Lizenzierungen bis hin zur Konstruktion sowie Wartung der Anlagen. Wir begleiten unsere Projekte über ihren gesamten Lebenszyklus“, stellt Dimitrios Karadimos, elektrischer Projektingenieur bei Terna Energy, den Anlagenbetreiber vor.

Entscheidung für Bachmann

Zur Messung, Regelung und zum Schutz des Netzes entschied sich das Unternehmen für den Smart Power Plant Controller (SPPC) von Bachmann Electronic [2] (Bild 2). D. Karadimos erklärt: „Bereits am ersten Tag der Zusammenarbeit haben wir erkannt, dass Bachmann damit eine Lösung bietet, bei der wir den Prozess und den Projektausgang maßgeblich mitbestimmen können. Das ist keine Black-Box, die bei jeder kleinen Änderung in Zukunft Kosten nach sich zieht.“ Eine Lösung mit diesen Vorzügen sei im Windsektor äußerst schwer zu finden, ist der Projektingenieur überzeugt.

Die positiven Retrofit-Erfahrungen, die D. Karadimos mit Bachmann-Systemen in der Vergangenheit sammeln konnte, sowie die Tatsache, dass Vestas bei den eingesetzten Parkreglern ebenfalls auf Bachmann-Hardware vertraut, haben die Entscheidung noch bekräftigt.

Der SPPC ist mit einer zuverlässigen und bewährten Hardware sowie einer zertifizierten Controller-Software ausgestattet. Weltweit wurden bereits mehrere hundert Systeme zur Energieregelung installiert.

Die Benutzer- und Zugriffsverwaltung umfasst ein mehrstufiges Sicherheitskonzept auf der Grundlage der Normenreihe IEC 62443 [3]. Der SPPC verwendet hybride EZA-Regler, die sich für jede Art von Topologie, Kaskadierung und Kommunikationsschnittstellen eignen. Außerdem unterstützt er verschiedene Energieregelungsfunktionen (Wirk- und Blindleistungsregelung, Spannungsregelung) und bietet die gängigsten, länderspezifischen Grid Codes, wodurch er für eine Vielzahl von Anwendungen auf der ganzen Welt vorbereitet ist.

Strom aus drei Anlagen wird zusammengeführt

Jede der drei Umspannstationen auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa wurde mit einem SPPC ausgestattet, der die angeschlossenen Windparks regelt. Eine ungewöhnliche Anforderung bei diesem Projekt war es, eine verteilte Netzmessung bei der Hauptstation in Evangelismos zu realisieren. Der Grund dafür ist, dass die beiden anderen Anlagen in Omalies und Stavros über keine direkte Netzanbindung verfügen. Sie werden auf einer Sammelschiene in der Umspannanlage Evangelismos zusammengeführt und von dort aus wird die Energie ins Netz gespeist (Bild 3). „Um die Energie, welche von den in Evangelismos direkt zugeführten Windparks stammt, korrekt zu bestimmen, konnten wir nicht am Netzanschlusspunkt messen. Sonst hätten wir die Netzgrößen der beiden anderen Parks mitberücksichtigt“, erinnert sich Marius Kaspar, Projektleiter des  Smart Power Plant Controllers bei Bachmann, an die Herausforderungen während der Planungsphase. Der zertifizierte EZA-Regler misst deshalb in Evangelismos die Abgänge der beiden Transformatoren im Umspannwerk mit zwei GMP232-Modulen separat und aggregiert die ermittelten Größen auf.

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