Mit strukturierten Daten Optimierungspotenziale ausschöpfen

Bild 5: Joachim Kurpat ist Director Produktmanagement der Kunbus GmbH (Mitte) (Quelle: foto-muc_de)
Lediglich Sensoren in die Industrie-4.0-Umgebung einzubinden, hält R. Jamal für „unsinnig“: „Die in großer Menge anfallenden Testdaten direkt in Cloudumgebungen zu schicken, ergibt keinen Sinn.“ National Instruments hat daher mit Systemlink eine „Middleware“ geschaffen, die das Data Management für alle Test-Assets realisiert, für die Cloud die Datenvorverarbeitung übernimmt und entlang der Wertschöpfungskette nahtlos in den Engineering-Workflow eingebunden werden kann. Mit Systemlink werden laut dem NI-Manager im Bereich Prüfstand „Ordnung geschafft und zum Beispiel global verteilte Prüfstände mittels Testroutinen optimiert“. Auch andere Anwendungsbereiche lassen sich möglicherweise einbeziehen. J. Kurpat hält eine detaillierte Datenstrukturierung für unabdingbar: „Predictive Maintenance und Testapplikationen sind abgeschlossene Bereiche, auf die nur die Techniker Zugriff haben. Andererseits kann die Zeit kommen, in der sich gesamte Firmen datentechnisch in der Cloud befinden.“
„Optimierung beginnt bei der Produktvalidierung und setzt sich im Fertigungstest fort, mit dem wiederum neues Optimierungspotenzial aufgedeckt wird“, ist M. Solbach überzeugt. „Dabei lassen sich nicht nur die Testroutinen selbst, sondern auch die Produkte mittels der gewonnenen Daten verbessern.“ Er setzt fort: „Echte Optimierung – über Trial-and-Error hinaus – wird immer und gerade auch bei kritischen Anwendungen, wie Autopilot oder Fahrer-Assistenz-Systemen, eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit der Systeme selbst erfordern. Niemand kann sich erlauben, dass es durch Bauteil- oder Chargenfehler zu Problemen kommt.“ Für ihn sind daher „Tests und Testroutinen eminent wichtig“. Zukünftig werden diese auch mit Künstlicher Intelligenz verknüpft.