Präzise Antriebssteuerung für alle Förderaufgaben

Bild 04: Da im Füllerbereich insbesondere die Reinigungsfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit wichtig ist, sind dort Nord-Antriebe mit glatten Oberflächen und mit der nsd-tupH-Ausstattung im Einsatz (Quelle: Nord Drivesystems)
Im ersten Anlagenteil werden die noch leeren und sehr leichten PET-Flaschen ausgerichtet und aufgestellt. Hier ist es besonders wichtig, die Geschwindigkeiten über die Frequenzumrichter präzise abzustimmen, damit es nicht zu Störungen durch umfallende Flaschen in der Zuführung kommt. Die Transportstrecken zwischen den Stationen sind mit normalen Schneckengetriebemotoren ausgerüstet (Bild 3). Im Füllerbereich, wo die Flaschen gefüllt und verschlossen werden, ist insbesondere die Reinigungsfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit wichtig. Deshalb kommen dort unter anderem für den Hauptantrieb sowie den Verschließer Nord-Antriebe mit glatten Oberflächen und mit der nsd-tupH-Ausstattung zum Einsatz (Bild 4). Diese Oberflächenveredelung ist ähnlich beständig gegenüber Reinigungsmitteln wie Edelstahl, dabei aber wesentlich leichter und für alle Aluminium-Antriebe von Nord einsetzbar. Hier sieht Rico Retzke (Bild 5), Technischer Leiter bei Jütro ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Nord-Antriebe: „Für uns ist die nsd-tupH-Oberflächenveredelung der Antriebe besonders wertvoll, da wir jetzt keine Farbe mehr an den Motorgehäusen haben, die abblättern könnte. Das ist eine super Lösung – lange haltbar, gut zu reinigen, korrosionsbeständig und es können sich keine Fremdkörper lösen und ins Produkt gelangen.“
Intelligente Automatisierung ist das A und O
Im weiteren Verlauf werden die Gebinde in der Anlage versiegelt und am Ende kartoniert. Dabei ist es besonders wichtig, mit hohen Geschwindigkeiten zu fahren und die Förderstreckenantriebe sehr abgestimmt zu steuern, eine Aufgabe, welche die Frequenzumrichter sehr gut erfüllen. „Vom Aufstellen der Flaschen über das Füllen bis zum Verpacken wurden in allen Maschinen Antriebseinheiten mit Frequenzumrichtern von Nord Drivesystems verwendet und erfüllen dort vielfältige Aufgaben, wie Produkttransport, Verschließen, Verpacken – und wir sind damit sehr zufrieden“, erläutert R. Retzke.
Jütro-Personalleiter Dieter Kohrs (Bild 6) erklärt: „Im Mittelpunkt steht für uns der Automatisierungsgedanke, denn es ist uns extrem wichtig, dass unsere Anlagen durchproduzieren können. Deshalb muss die gesamte Technik, insbesondere die Antriebe, gut ausbalanciert sein und – auch das ist ganz wichtig – eine hohe Standfestigkeit haben.“
Die eingesetzten Schaltschrankumrichter der Serie Nordac Pro SK 550P sind sehr kompakt, platzsparend und verfügen über eine integrierte Ethernet-Schnittstelle, über die bis zu sieben weitere Frequenzumrichter via CAN-Bus mit in die übergeordnete Steuerung eingebunden werden können, ohne dass diese sieben Frequenzumrichter jeweils einen separaten Ethernet-Port benötigen – ein klarer Kostenvorteil (Bild 7). Bei Jütro kommt Profinet als eines der vier im Nordac Pro SK 500P integrierten Ethernet-Protokolle zum Einsatz. Außerdem wurde im Projekt die Vektorregelung der Frequenzumrichter genutzt, um Geschwindigkeiten konstant zu halten, die Drehzahlverstellung kam zum Einsatz und die Ansteuerung über Analogeingänge, um verschiedene Regelungsparameter zu übergeben. Die Automatisierungsstrategie in Bezug auf die Antriebstechnik konnte durch die von Nord zur Verfügung gestellten Datenbausteine und benötigten Geräte-Dateien problemlos von den verschiedenen Partnern umgesetzt werden – auch das ein klarer Kosten- und Praxisvorteil.

