Effizientes Handling von Produkten mit Pick-and-place-Robotern
Ein Pick-and-place-Roboter befördert ein Objekt zuverlässig von A nach B. Eine wiederholende und zeitfressende Tätigkeit, die viel Optimierungspotenzial innerhalb einer Produktion bietet. Ob bei der Maschinenbestückung, Palettierung oder Vormontage. Die Vorteile von Low-Cost-Robotern haben einen Automatisierungstrend in Branchen, wie Lebensmittelindustrie und Medizintechnik, ausgelöst. Pick-and-place-Systeme finden sich vor allem zunehmend in alltäglichen Endkunden-Anwendungen wie Verkaufsautomaten. Verschiedene Robotertypen können unterschiedliche Anwendungsszenarios realisieren. So kommen Portalroboter zum Beispiel für das Greifen von Medikamenten zum Einsatz, um sie zur Ausgabe zu befördern, während ein Scara-Roboter als „Labor-Assistent“ das sichere Aufnehmen und Ablegen von Reagenzgläsern übernimmt – und das bereits für 7.820 €. Der Vorteil der Roboter-Systeme: Sie nehmen Bauteile präzise und mit konstanter Qualität auf und setzen sie am gewünschten Ablageort ab. Die Vorgänge sind exakt wiederholbar (Bild 1).
Automatisierte Qualitätsprüfung für mehr Präzision und Planbarkeit
Mit einer automatisierten Qualitätskontrolle lassen sich repetitive Prüfvorgänge effizient und präzise durchführen. Die Einsatzszenarien von Prüfrobotern sind so unterschiedlich und individuell wie die zu automatisierenden Arbeitsvorgänge. Ob Oberflächen-, Maß- oder Funktionsprüfung – Prüfprozesse und -merkmale unterscheiden sich in der Praxis stark. Mithilfe von RBTX wurde beispielsweise ein Flächenportal konfiguriert, das mithilfe einer Kamera einzelne Uhren ansteuert, um visuell zu prüfen, ob sich Minuten- und Sekundenzeiger bewegen. Ein Robolink-Roboterarm kommt unter anderem bei der End-of-Line-Prüfung von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Prüfprozesse lassen sich durch den Einsatz von Robotern effizient verschlanken und besser planen. Darüber hinaus arbeiten Roboter rund um die Uhr ohne Qualitätseinbußen. Es werden identische Vorgänge und eine präzise, gleichbleibende Messung des Prüfmerkmals sichergestellt (Bild 2).
Sicher kleben und dosieren – ohne Materialverschwendung
Neben Prüf- und Pick-and-place-Aufgaben kann auch das Auftragen von Klebe- und Lackiermitteln oder Isolierschäumen effizient automatisiert werden. Meistens geht es darum, Materialverschwendung zu vermeiden und präziser zu kleben bzw. zu dispensieren. Und dafür benötigt man keinen Roboter mit Investitionskosten im sechsstelligen Bereich (Bild 3).
Mit Low-Cost-Robotern kann fast alles verklebt werden. Sie erreichen eine Präzision von ca. 0,5 mm. Der Roboter kann problemlos mit Chemikalien in Berührung kommen. Vor allem Klebeprozesse an kleinen Werkstücken erfordern hohe Präzision, damit der Kleber das Bauteil exakt abdichtet. Mithilfe von RBTX konnte ein Kunde durch den Einsatz eines automatischen Dosierroboters die Geschwindigkeit beim Auftragen von Dichtungsmasse, einem wichtigen Arbeitsschritt in seiner Produktion, vervierfachen. Die einfache Handhabung der Maschine ermöglicht es selbst ungeschulten Mitarbeitern, den Roboter sofort zu nutzen. Für das Kleben und Dosieren lassen sich je nach Anwendung verschiedene Robotersysteme einsetzen. Mithilfe des Dosierroboter-Konfigurators können Anwender mit nur wenigen Klicks eine individuelle Roboterlösung zusammenstellen, die Klebe- und Dosiervorgänge automatisiert.
Literatur
- Igus GmbH, Köln: www.igus.de

