Energie speichern und bedarfsgerecht nutzen

Bild 02: Lukas Berneiser, Leiter der Elektronikwerkstatt bei der Reverion GmbH: „Unsere Anlagen sind vor allem für Landwirtschafts- und Industriebetriebe mit eigener Biogasproduktion interessant.“ (Quelle: Helukabel)
Herzstück der Reverion-Anlage ist ein Gerüst mit Festoxid-Brennstoffzellen, das sogenannte Skid. Zur Stromerzeugung wird gereinigtes Biogas in die Zellen eingespeist, wo es mit angesaugter Umgebungsluft teilweise oxidiert. Dabei entsteht elektrische Energie, die ins Netz eingespeist wird. Das ebenfalls anfallende reine CO2 wird ausgeleitet und gespeichert und kann so für eine Vielzahl technischer oder industrieller Zwecke genutzt werden. Der Elektrolysemodus verläuft im Grunde umgekehrt: Hierbei wandelt die Brennstoffzelle elektrische Energie in reinen Wasserstoff um. Dieser kann entweder gespeichert oder mit CO2 zu Methan weiterverarbeitet werden – einem Gas, das über ähnliche Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten verfügt wie Erdgas. „Wir lösen mit dieser Anlage gleich mehrere Herausforderungen – unter anderem die, wie sich erneuerbare Energie effizient zwischenspeichern und flexibel nutzbar machen lässt“, ist L. Berneiser überzeugt.
Bei der elektrischen Ausstattung seiner Anlagen setzt Reverion unter anderem auf Helukabel: Der Spezialist liefert etwa die Anschlussleitungen für die Verbindung von Brennstoffzellen, Wechselrichtern, Sensorik und Aktorik sowie die Einzeladern für die interne Schaltschrankverkabelung (Bild 3). Auch Datenkabel für die Kommunikation zwischen den Skids mittels Ethercat-Netzwerk und Hybridleitungen zur Versorgung und Überwachung verschiedener Motoren kommen hier zum Einsatz. „Die verbauten Kabel müssen Spannungen bis 1500 V und Temperaturen bis 300 °C aushalten können“, beschreibt Berneiser die Anforderungen. „Eine hohe Qualität war uns deshalb ebenso wichtig wie die zuverlässige Verfügbarkeit aller von uns benötigten Komponenten.
Kompetente Beratung und großes Portfolio
Über mehrere Empfehlungen stieß das Reverion-Team bei seiner Suche auf Helukabel – und auf Gebietsverkaufsleiter Philipp Walter. „Der Kontakt war vom ersten Moment an sehr angenehm, kundenfreundlich und kompetent“, erinnert sich L. Berneiser. In den gemeinsamen Gesprächen wurde für jeden Einsatzfall das ideale Kabel ausgesucht. „Wir liefern an Reverion zum Beispiel Solarleitungen der Serie Solarflex, die witterungsbeständige Anschlussleitung H07RN-F, Topserv-Hybridleitungen oder die Einzelader H07V-K. Aber auch Zubehör wie die Kabelverschraubungen der Baureihe Helutop gehört zum Lieferumfang“, erzählt P. Walter. Speziell für den Hochtemperaturbereich in der Nähe der Brennstoffzellen nutzt Reverion die besonders beständige Helutherm 400 mit Nickelleiter, die Temperaturen bis 400 °C standhält. Mit einem Sortiment von mehr als 33000 Lagerartikeln konnte Helukabel für jede Herausforderung eine passende Lösung anbieten und so das Münchner Start-up schnell überzeugen.
Die erste Reverion-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 100 kW befindet sich seit Oktober 2023 im Pilotbetrieb (Bild 4). Der Hochlauf der Serienfertigung ist für 2024 und 2025 geplant – dann sollen die Container in die gesamte Bundesrepublik und auch in europäische Nachbarländer geliefert werden. „Sofern sich die in unseren Vorserienanlagen eingesetzten Leitungen in der Praxis bewähren, werden wir auch für unsere Serienproduktion weiterhin auf Helukabel vertrauen“, ist sich L. Berneiser sicher. „Wir erleben Helukabel als verlässlichen Partner, der uns für unsere speziellen Anforderungen die passenden Kabel in sehr guter Qualität bereitstellt und damit maßgeblich dazu beiträgt, dass sich unsere innovativen Brennstoffzellenkraftwerke mit großen Schritten der Serienreife annähern. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!“
Literatur
- Reverion GmbH, Eresing: www.reverion.com
- Helukabel GmbH, Hemmingen: www.helukabel.de

