igus-Geschäftsführer Frank Blase informiert die Fachpresse über Maßnahmen zur Nachhaltigkeit (Quelle: VDE VERLAG)

igus-Geschäftsführer Frank Blase informiert die Fachpresse über Maßnahmen zur Nachhaltigkeit (Quelle: VDE VERLAG)

Zu den Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit gehören die vollständige Einsparung von Gas für die Heizung, das Recycling von Material sowie das Pflanzen von Bäumen. Allein igus China pflanzt 20.300 Bäume in fünf Etappen. 99 % des Ausschusses in der Spritzguss-Produktion, zum Beispiel Angüsse und Fehlteile, werden recycelt und dem Prozess wieder zugeführt.

Als Hersteller von Hochleistungskunststoffen ist dem Unternehmen eine nachhaltige und ressourcenschonende Nutzung von Kunststoff sehr wichtig. Immer mehr Produkte aus dem Hause igus bestehen aus Regranulat, also aus recycelten Kunststoff. Weiterhin werden viele zusätzliche Initiativen unterstützt, zum Beispiel das Sammeln von Müll aus dem Rhein und aus Flüssen in Südostasien. Das Industrieunternehmen verfolgt das Ziel, die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben und unterstützt lokale Projekte, die den Plastikmüll abfangen bevor er in die Ozeane gelangt. Dazu gehört unter anderem die „Rheinkrake“, die seit 2022 das linke Rheinufer nördlich der Kölner Zoobrücke ihre Heimat nennt. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen achtarmigen Tintenfisch, sondern eine schwimmende Müllfalle der Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit (K.R.A.K.E. e.V.), die rund um die Uhr Abfall aus dem Rhein fischt. Sie besteht aus einem Fangkorb, der zwischen zwei Schwimmkörpern befestigt und entgegen der Fließrichtung geöffnet ist. Der Korb ist so konstruiert, dass er an der Wasseroberfläche treibendes Plastik erfasst, aber nicht zur Gefahr für Fische und Vögel wird. Die Vereinsmitglieder, die sogenannten Kraklinge, leeren die Müllfalle regelmäßig und sortieren das Material, um damit wissenschaftliche Studien durchzuführen und Handlungsempfehlungen für die Politik zu entwickeln.

Ein ähnliches Konzept verfolgt „Plastic Fischer“. Das Kölner Impact Start-up sammelt und verarbeitet seit 2021 Plastikabfälle aus Flüssen in Indien und Indonesien, um der Meeresverschmutzung entgegenzuwirken. Auch Plastic Fischer hat dafür eigene Müllfallen, sogenannte TrashBooms, entwickelt. Die schwimmenden Barrieren bestehen aus einem robusten Stahlrahmen, Rohren als Schwimmkörper und einem verzinkten Gitter, das den Plastikmüll stoppt.

Das Unternehmen unterstützt das Projekt Sailwind 4 mit 10.000 €. Bei diesem Projekt Bei diesem Projekt werden traditionelle Segelwindmühlen von Studierenden der HTWG Hochschule Konstanz mit High-Tech-Komponenten umgebaut. Außerdem werden den Nachwuchsingenieuren zusätzlich schmierfreie Linearführungen und Polymerlager zur Verfügung gestellt. Sie sorgen für einen wartungsarmen Betrieb der Windmühlen.

Kunststoff ist ein vieldiskutierter Werkstoff. Hochleistungskunststoffe können aber einen Beitrag zum Schutz von Ressourcen und der Umwelt leisten. Das Unternehmen hat diesen Aspekt in den Fokus des unternehmerischen Handelns gerückt. Kunststoff ist leichter als Stahl und spart im Einsatz Gewicht und damit auch Energie, die für die Bewegung aufgebracht werden muss. Die igus-Kunststoffe sind auf Verschleiß optimiert. Sie korrodieren nicht und verdrecken nicht durch Fett und Schmutz. Sie halten länger und müssen nicht so oft ersetzt werden. Ihre Lebensdauer können dank zahlreicher Versuche im unternehmenseigenen Testlabor genau berechnet werden.

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