Von der Steuerung per OPC UA oder SD 4.0 zum Edge-Gateway und in die Cloud

Auf der SPS wird Schmersal ein neues SD-Gateway mit Feldbus-Konnektivität und Webserver vorstellen.

Bild 02: Auf der SPS wird Schmersal ein neues SD-Gateway mit Feldbus-Konnektivität und Webserver vorstellen. (Quelle: Schmersal)

Programmerweiterung: Eine neue Safety Fieldbox kommuniziert über die Bussysteme Ethernet/IP mit CIP Safety und Ethercat mit FSoE.

Bild 03: Programmerweiterung: Eine neue Safety Fieldbox kommuniziert über die Bussysteme Ethernet/IP mit CIP Safety und Ethercat mit FSoE.(Quelle: Schmersal)

Der IIoT-Demonstrator von Schmersal bietet die Möglichkeit, die von den Kameras ermittelten und in der vor Ort befindlichen Steuerung ausgewerteten Daten per OPC UA an ein Edge-Gateway und bei Bedarf in eine Cloud-Infrastruktur weiterzuleiten. So entsteht eine durchgängige Informationskette, die aus Sicht des Anwenders Transparenz schafft und viele Optionen der Nutzung bietet. Diese Infrastruktur wird ebenfalls auf der SPS gezeigt.

Neben OPC UA kommt als Kommunikationsstandard auch der SD-Bus zum Einsatz, ein von Schmersal entwickeltes und genutztes Protokoll zur Übertragung der nicht sicherheitsgerichteten Daten von Sicherheitsschaltgeräten über ein neues SD-Gateway (Bild 2). Der Anwender spart so Installationsaufwand und -kosten. Zugleich profitiert er von höherer Transparenz und kürzern Reaktionszeiten im Fehlerfall, weil im wartungs- und diagnoserelevante Daten zum Beispiel zur Schalthäufigkeit vorliegen.

Das neue, auch mit Blick auf die Kosten optimierte Gateway ist mit einem Webserver und einer Micro-SD-Speicherkarte ausgestattet ist. Der Anwender kann somit Ereignisprotokolle (Event Logs) live über das Webinterface auswerten und die vollständigen Diagnosedaten aller angeschlossenen Sicherheitsschaltgeräte im Klartext im Browser ablesen. Außerdem lassen sich beispielsweise Sicherheitszuhaltungen und Bedienfelder direkt über die Webschnittstelle ansteuern.

Neuheit auf der SPS

Beim IIoT-Demonstrator ermöglicht die Sicherheitssteuerung Protect-PSC1 die Anschaltung und sicherheitstechnische Auswertung von Sicherheitsschaltgeräten mit und ohne SD-Bus. Für die unkomplizierte Weitergabe der sicherheitsgerichteten Daten an beliebige Sicherheitssteuerungen kann eine Safety Fieldbox aus dem Schmersal-Programm verwendet werden. Mit ihr lassen sich bis zu acht Sicherheitsschaltgeräte unterschiedlicher Bauart (elektronische und elektromechanische Sicherheitszuhaltungen, Sensoren, Bedienfelder mit Not-Halt-Funktion, Lichtvorhänge usw.) einfach und fehlersicher verdrahten. Das spart Kosten, zumal elektromechanische und elektronische Endgeräte jeweils nur einen Geräteanschluss belegen. Sowohl die sicherheitsgerichteten als auch die betriebsmäßigen Signale werden gesammelt und per Plug-and-play mit übergeordneten Sicherheitssteuerungen verbunden.

Auch hier wird es zur SPS Neuheiten geben: zwei weitere Varianten der Safety Fieldbox, die nicht nur wie bisher über das Profinet/Profisafe-Protokoll kommunizieren, sondern auch über Ethernet/IP mit CIP Safety und Ethercat mit FSoE (Bild 3). Das bedeutet: Der Konstrukteur kann die Sicherheitsfunktionen einer Maschine unabhängig vom eingesetzten Feldbussystem projektieren, da mit den drei Varianten die international am weitesten verbreiteten Steuerungssysteme abgedeckt sind.

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