Verfügbarkeit von elementarer Bedeutung

Zwei im Hot-Stand-by betriebene MC220-Prozessoren als Master bedienen zwölf weitere, redundant angekoppelte Gateway-Prozessoren zur Ansteuerung der einzelnen Aggregate.

Bild 02: Zwei im Hot-Stand-by betriebene MC220-Prozessoren als Master bedienen zwölf weitere, redundant angekoppelte Gateway-Prozessoren zur Ansteuerung der einzelnen Aggregate. (Quelle: RWE)

Die MC220-Prozessoren von Bachmann sind unter anderem

Bild 03: Die MC220-Prozessoren von Bachmann sind unter anderem mit einer 1,6-GHz-Quad-Core-CPU, drei Eth100/1000-Modulen und je einer RS-232- und RS-232/422/485-Schnittstelle sowie einem
USB-3.0-Anschluss ausgestattet.

RWE hat die Visualisierung für das Edelstahlwerk in Krefeld

Bild 04: RWE hat die Visualisierung für das Edelstahlwerk in Krefeld mit Atvise Scada von Bachmann erstellt. Durch die mitgelieferten Bibliotheken lässt sich mit der Software schnell eine funktionale Lösung aufbauen. (Quelle: Bachmann)

Wie der Projektleiter weiter ausführt, laute das oberste Gebot „absolute Verfügbarkeit“, denn der Algorithmus müsse unmittelbar und ohne Zeitverzögerung die Energieressourcen schalten können. Auf der Suche nach einer Steuerungslösung mit entsprechender Funktionalität ist RWE bei Bachmann fündig geworden. Zwei im Hot-Stand-by betriebene MC220-Prozessoren als Master bedienen zwölf weitere, redundant angekoppelte Gateway-Prozessoren zur Ansteuerung der einzelnen Aggregate (Bild 2).

Ausgestattet sind die MC220-Module unter anderem mit einer 1,6-GHz-Quad-Core-CPU, 2 GB DDR4-RAM, drei Eth100/1000-Modulen und je einer RS-232- und RS-232/422/485-Schnittstelle sowie einem USB-3.0-Anschluss (Bild 3).

Die Echtzeitkommunikation erfolgt bei RWE über das Bluecom-Protokoll. „Diese Topologie ist für uns ideal. Der Parallelbetrieb der CPU macht außerdem das sichere Update der Rechenkerne möglich“, führt Viet-Dung Pham aus. „Wir können auf einer CPU die Software anpassen, während die zweite den Betrieb aufrechterhält.“ Im Fehlerfall wäre so das Zurückschalten auf die Vorgängerversion immer möglich.

Einfache Erstellung einer Visualisierung

RWE hat die Bedienoberfläche der Überwachung mit Atvise Scada von Bachmann, einer Visualisierungslösung in reiner Webtechnik, realisiert (Bild 4). Über diese Software kann jedes Endgerät mit Webbrowser als Scada-Client genutzt werden, ganz ohne Installation und ohne zusätzlich anfallende Lizenzkosten. Durch ein großes Angebot an verfügbaren OPC-UA-Services lassen sich Prozessdaten flexibel in der Gesamtarchitektur verteilen. Alarme können in beliebig verschachtelbare Alarmhierarchien strukturiert und zur Laufzeit mit weiteren Prozessinformationen angereichert werden. Prozessdaten, Alarme und Benutzerinteraktionen lassen sich einfach und komfortabel historisieren. Große Datenabfragen werden durch Atvise Scada auf intelligente Art und Weise in kleine Datenpakete aufgeteilt und Stück für Stück nachgeladen.

„Das Engineering war sehr einfach, denn die gesamte Bachmann-Gerätewelt ist in den mitgelieferten Bibliotheken bereits vollständig abgebildet, sodass man sehr schnell eine funktionale Lösung aufbauen kann“, erläutert von Viet-Dung Pham, „Das hat mich auch sehr überzeugt.“

Zufriedener Kunde

Die Anlage läuft seit mehr als einem Jahr autonom und unbemannt. Die Betriebsüberwachung erfolgt aus der Leitstelle eines Kraftwerks der RWE-Gruppe. „MALIBU“ (Motor Assisted Lithium Ion Battery Unit), so lautet der interne Projektname der Anlage, vermeidet seither zuverlässig den Eintrag von Lastspitzen ins Netz und spart Outokumpu Kosten. Somit entfällt die Bereitstellung von Spitzenkapazitäten für den Edelstahlhersteller.

Litertur

  1. Outokumpu Stainless Holding GmbH, Krefeld:www.outokumpu.com/de-de/locations/krefeld
  2. RWE Supply & Trading GmbH, Essen: www.rwe.com/der-konzern/rwest
  3. achmann Electronic GmbH, Feldkirch/Österreich: www.bachmann.info
Frank Fladerer ist als Content Marketing Manager bei der Bachmann Electronic GmbH tätig.
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