Um die Potentiale und technische Machbarkeit der Konzeptstudie „IO-Link over SPE“ zu beleuchten, hat das IO-Link Steering Commitee jetzt einen entsprechenden Arbeitskreis ins Leben gerufen.

Um die Potentiale und technische Machbarkeit der Konzeptstudie „IO-Link over SPE“ zu beleuchten, hat das IO-Link Steering Commitee jetzt einen entsprechenden Arbeitskreis ins Leben gerufen.

In den gängigen Anwendungen innerhalb der Fabrikautomatisierung erfüllt IO-Link die meisten Anforderungen ohne Probleme. Allerdings stellen die Entwicklungen rund um das Thema Smart Factory – getrieben durch Industrie 4.0 – neue Anforderungen. Zudem vergrößert sich das Portfolio an IO-Link-Geräten und damit weiten sich die potenziellen Anwendungsfelder aus. Beispielsweise bestehen durchaus Anforderungen, IO-Link über größere Distanzen als die aktuell spezifizierten 20 m zu übertragen. SPE (Single-Pair-Ethernet) verspricht hier einige Vorteile. 

Um die Potentiale und technische Machbarkeit der Konzeptstudie „IO-Link over SPE“ zu beleuchten, hat das IO-Link Steering Commitee jetzt einen entsprechenden Arbeitskreis ins Leben gerufen. Als Arbeitskreisleiter wurde Karim Jamal, Texas Instruments, benannt. „Unser Ziel ist, nicht IO-Link zu ersetzen, sondern durch ein neues Interface – wo es Sinn macht – zu erweitern“, fasst Karim Jamal die Aufgabe zusammen. „Wir legen viel Wert auf die bisherigen IO-Link-Integrationsstandards wie IODD und werden die Kompatibilität im Vordergrund unserer technischen Betrachtung halten.“

 

IO-Link over SPE behält das Protokoll und Datenmodell von IO-Link bei und erweitert dies um eine physikalische Schnittstelle. Mit SPE und einer möglichen Kombination mit PoDL (Power over Data Lines) lassen sich auch die Endgeräte – Sensoren oder Aktoren – in der unteren Feldebene mit ausreichender Datenbandbreite betreiben. 

Anstatt die IO-Link Nachrichten als pulscodierte Telegramme über das klassische 3-Leiter-Kabel mit 24 V-Pegel zu übertragen, werden die IO-Link-Nachrichten bei IO-Link over SPE über eine Single-Pair-Leitung übertragen – ohne TCP/IP oder UDP. Der Vorteil: Die Kernkomponenten der IO-Link Kommunikation, die Implementierungen der Protokoll-Layer und die Funktionalitäten bleiben unverändert. 

 

Das heißt: IO-Link bleibt IO-Link. Es handelt sich bei IO-Link over SPE um kein weiteres Ethernet-basiertes Bussystem, sondern um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung ohne IP-Adressierung. Alle definierten Schnittstellen und Funktionen bleiben erhalten. Die etablierten IO-Link-Integrationsstandards wie IODD, OPC UA Companion Standard, JSON Mapping und Feldbusintegrationen können unverändert genutzt werden. 

Profibus (no)

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