Geringe Fehleranfälligkeit

Als Schnittstelle zur Sicherheitssteuerung ermöglicht der IO-Link-Safety-Master PDP67

Bild 02: Als Schnittstelle zur Sicherheitssteuerung ermöglicht der IO-Link-Safety-Master PDP67
IOLS von Pilz die bidirektionale Kommunikation bis in die Feldebene. (Quelle: Pilz)

Einzelstrahlauswertung wird bei IO-Link Safety jeder inaktive Lichtstrahl sofort erkannt

Bild 03: Über eine so genannte Einzelstrahlauswertung wird bei IO-Link Safety jeder inaktive Lichtstrahl sofort erkannt – dadurch kann eine Objektgrößenerkennung, z. B. beim Materialtransport, zusätzlich realisiert werden. (Quelle: Pilz)

Die Verbindungen sind auch weniger anfällig für Verdrahtungsfehler. Da die IOLS-Technologie gleich die Daten für die Diagnose mitliefert, kann sofort erkannt werden, wenn ein Gerät am falschen Port angeschlossen wurde, und der Fehler behoben werden. Ein weiterer Vorteil dieser Kommunikationstechnologie ist es, dass alle Geräte in der verketteten Anlage eigenständig identifiziert und parametriert werden. Das sichere Kommunikationsprotokoll IOLS optimiert so die Installations-, Inbetriebnahme- und Wartungszeiten deutlich, denn es reduziert die hierfür benötigten Zeiten. Ausfallzeiten, z. B. bei notwendigen Reparaturen, lassen sich erheblich verkürzen, die Wartung vorausschauend planen.

Praxisfall: Verkettete Anlagen

Der Mehrwert von IOLS bietet beispielsweise in verketteten Verpackungsanlagen Vorteile, wo häufig mehrere Sensoren im Einsatz sind. Die brauchen Platz, vor allem für die Verkabelung, und ziehen einen insgesamt hohen Installationsaufwand nach sich. An insgesamt acht Ports des IOLS-Masters von Pilz können Sensoren angeschlossen werden. An vier Ports lassen sich dabei sowohl IOLS-Sensoren als auch IO-Link-Standardsensoren betreiben. Um die Redundanz der Safety sicherzustellen, sind zweikanalige Anschlussmöglichkeiten unerlässlich: Mit sogenannten FDIO-Ports (Failsafe Digital Input Output) kann der Anwender zwischen einem sicheren Eingang oder einem sicheren Ausgang wählen – und ob dieser zweikanalig sein soll. Damit können klassische Sicherheitssensoren, wie Sicherheitsschalter, Türzuhaltungen oder Not-Halt-Geräte usw., angeschlossen werden. Auch OSSD-Signale (Output Signal Switching Device) können so verarbeitet werden. Die Lösung von Pilz bietet hier gleich vier FDIO-Ports. Eine hohe Flexibilität mit Blick auf die Anschlussmöglichkeiten ist durch den IOLS-Master somit gegeben.

Praxisfall: Materialtransport

Ganz anderen Anforderungen muss sich das sichere Kommunikationsprotokoll stellen, wenn es etwa um Fertigungszellen im Bereich Materialtransport mit einer integrierten Robotik geht. Dort müssen Zugang und Schutztüren gut abgesichert und überdies Maschinenstillstandzeiten minimiert werden (Bild 3). Die IO-Link-Kommunikationstechnologie gewährleistet auch hier eine einfache, zeitsparende Integration der Zugangsabsicherung und Absicherung der Schutztür(en). Und überwacht gleichzeitig die Anwendung „smart“: Daten von Sicherheitslichtgittern können ausgewertet werden, etwa Informationen über den Temperaturzustand der Sensoren, was schnelle Rückschlüsse auf die Umgebungstemperatur zulässt. Zu warm? Zu kalt? Mögliche Temperaturschwankungen über das normale Maß hinaus sind so früh genug erkennbar, bevor sie Einfluss auf die Produktion nehmen können.

Noch ein Mehrwert: Output steigern!

IOLS kann auch die Produktivität unterstützen: Die Geräte verfügen über eine Funktion zur Selbstdiagnose, die einen potenziellen Maschinenstillstand vorhersehen, indem sie Information über den Ist-Zustand bereitstellen. Beispielsweise können Informationen darüber, wie häufig die Wartungstür geöffnet, der Not-Halt betätigt oder in Lichtgitter eingegriffen wurde, in der übergeordneten Steuerung erfasst werden. „Gewusst, wo“ kann bei Reparatur und Wartung erhebliche Vorteile bringen. Ob flexiblere Anschlussmöglichkeiten, eine vereinfachte Installation oder eine rasche Diagnose – IOLS punktet bei Effizienz und Sicherheit für verkettete Anlagen in unterschiedlichsten Einsatzbereichen.           

Literatur

  1. Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern: www.pilz.com
Matthias Wolfer ist Produktmanager Controller bei der Pilz GmbH & Co. KG in Ostfildern. info@pilz.de
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