Einsatz in DC-Netzen und Ringsystemen

Bild 2 - Durch Kombination mit einem EDS44x-S und einem IOM441 lässt sich das Isolationsüberwachungssystem um potenzialfreie Kontakte erweitern (Quelle: Bender GmbH & Co. KG)
In DC-Netzen kann das Isolationsüberwachungsgerät auf eine DC-Verlagerungsspannung gegen Erde auslösen und vorwarnen. Die entsprechenden Ansprechwerte sind in 5-V-Schritten einstellbar.
Um auch in Ringsystemen, die zum Beispiel häufig auf Schiffen zum Einsatz kommen, kurze Messzeiten und eine schnelle Isolationsfehlersuche zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit ein Gerät über einen Digitaleingang zu deaktivieren. Die Funktion „ISOloop“ sorgt dafür, dass die Isolationsüberwachung und -fehlersuche auch dann möglich ist, wenn alle Koppelschalter geschlossen sind. Eine aufwendige Steuerung über eine SPS ist nicht erforderlich. Die Isolationsüberwachungsgeräte müssen lediglich über Ethernet verbunden und parametriert werden. Dadurch ist sichergestellt, dass auch kurzzeitig eingeschaltete Verbraucher die einen Isolationsfehler haben, detektiert werden können.
Das Iso685-D-P kann über Modbus TCP, Modbus RTU und Isodata kommunizieren. Bei einem Einsatz in Kombination mit einem EDS44x-L muss die Kommunikation zu einer übergeordneten Steuerung über Modbus TCP erfolgen.
Klartextmeldungen erleichtern die Suche
Neue Messmethoden erlauben es, auch hochohmige Fehler bei hohen Netzableitkapazitäten und kleinen Prüfströmen zu finden. Die fehlerhaften Kanäle werden auf dem Display des Iso685-D-P angezeigt und können durch Klartextmeldungen ersetzt werden. Bei einem Isolationsfehler an einem Motor könnte zum Beispiel „Isolationsfehler Kompressor 1“ im Display erscheinen. Das ermöglicht eine Fehlerlokalisierung auch ohne das Studieren eines Schaltplans und erleichtert die Fehlersuche.
An einem Iso685-D-P können bis zu 50 EDS angeschlossen werden. Durch die Kombination mit der Relaiserweiterung IOM441 (Bild 2) lässt sich jedem Messkanal eines EDS44x ein potenzialfreier Kontakt zur Verfügung stellen. Dadurch können Meldungen erzeugt oder Abgänge mit unwichtigen Verbrauchern abgeschaltet werden, um die Verfügbarkeit des IT-Systems für die wichtigen Verbraucher weiterhin hochzuhalten.