Kupplung von Energieversorgungen

Abbild Kupplung

Bild 5: Kupplung (Quelle: ABB)

Immer häufiger finden sich in der Industrie und in Dienstleistungsbetrieben Anlagen zur unternehmenseigenen Energieversorgung, die mit öffentlichen Versorgungsbetrieben gekuppelt sind. Bei einem Fehler im öffentlichen Netz speisen die betriebseigenen Versorgungsanlagen den Kurzschluss zusätzlich, so dass die zulässigen Werte des EVU-Netzes überschritten werden. Auch für diese Kupplung bietet sich ein IS-Begrenzer an – vor allem, wenn er zusätzlich ein stromrichtungsabhängiges Auslösekriterium erhält (Bild 6).
Dies erfordert in der Sternpunkt-Ableitung des Generators drei zusätzliche Stromwandler. Aufgrund des stromrichtungsabhängigen Auslösekriteriums löst der IS-Begrenzer nur bei Kurzschlüssen im öffentlichen Versorgungsnetz aus. Die Auslösung ist nur dann erforderlich und möglich, wenn der Generator betrieben wird.

Parallelschaltung mit Drosselspule

IS-Begrenzer können auch zu Drosselspulen parallel geschaltet werden, die dann als Kurzschlussstrombegrenzer dienen. In diesem Fall löst bei einem Fehler hinter der Drosselspule der IS-Begrenzer aus und der Strom kommutiert mit dem ersten Stromanstieg auf die parallel geschaltete Drosselspule.
Dadurch vermeidet man nicht nur die stromabhängigen Kupferverluste in der Drosselspule (CO 2-Reduzierung!), sondern auch den Spannungsfall an der Drosselspule. Zudem entstehen durch die Drosselspule keine elektromagnetischen Störfelder und in sowie nach dem Fehlerfall erhält man eine unterbrechungsfreie Stromeinspeisung.

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