Eugen Elmiger, CEO Maxon Group (links) und Karl-Walter Braun, Verwaltungsratspräsident.  (Quelle: Maxon)

Eugen Elmiger, CEO Maxon Group (links) und Karl-Walter Braun, Verwaltungsratspräsident. (Quelle: Maxon)

Unbeeindruckt von allen Krisen des Jahres 2020 investierte Maxon 50,3 Mio. CHF in neue Fabriken sowie Maschinen und Anlagen. Der Cashflow belief sich auf 37,1 Mio. CHF, nach 44,9 Mio. CHF im Vorjahr. Weltweit beschäftigt die maxon Gruppe 3059 Mitarbeitende an neun Produktionsstandorten.

«2020 war für uns eine nie dagewesene Achterbahnfahrt», sagt Karl-Walter Braun, Hauptaktionär der Maxon-Gruppe. «Tatsächlich sind es unsere weltweite Präsenz und unsere internationalen Kunden, die in den verschiedensten Märkten und Anwendungen tätig sind, dank derer wir die Pandemie bewältigen konnten.» Auch während des Shutdown war maxon in der Lage, die Lieferketten aufrechtzuerhalten. «Dies belegt einmal mehr, wie widerstandsfähig gut vernetzte globale Wertschöpfungsketten und weltweit breit aufgefächerte Kontakte sind», so Karl-Walter Braun.

Die Forschung & Entwicklungs-Abteilung (F&E) sowie der Verkauf waren besonders gefordert im letzten Jahr. «Zum einen war ein direkter Kontakt beim Kunden unmöglich. Zum anderen war auch der direkte Lieferantenkontakt zur genauen Abklärung technischer Machbarkeiten oder Liefermöglichkeiten schwierig.» maxon beschäftigt weltweit in der F&E rund 330 Mitarbeitende und investiert rund 35 Mio. CHF in diesen Bereich.

Mit dem laufenden Geschäftsjahr zeigt sich maxon zufrieden. Aufgrund der hohen Bestellungen kämen die Lieferanten an ihre Kapazitätsgrenzen, so Eugen Elmiger, CEO der Maxon-Gruppe. «Die Folge davon sind Lieferengpässe bei uns.» Das Unternehmen wird sich auch künftig weiter in Richtung Systemlieferant entwickeln. «Der Kunde soll alles aus einer Hand erhalten, was er aus der Antriebstechnik im weitesten Sinne für seine Produkte benötigt. Dies umfasst Motoren, Getriebe, Elektronik, Motorsteuerungen und Plugin-Lösungen», sagt Eugen Elmiger. «Darüber hinaus arbeiten wir mit Hochdruck daran, digitaler Leader in der Antriebstechnik zu werden.» 



Weiterhin hohe Innovationskraft

Auch unter erschwerten Bedingungen brachte Maxon mehrere neue Produkte im Bereich der präzisen Antriebstechnik auf den Markt. Dazu gehören Mikromotoren für Medizinroboter, aber auch Multi-Achs-Controller für hochdynamische Positionieraufgaben. «Einen besonderen Höhepunkt bildete die Mars-Expedition mit den ersten Fahrten des Rovers Perseverance, ausgerüstet mit maxon BLDC-Motoren, und die erfolgreichen Flüge des Mars-Helikopters Ingenuity, ausgerüstet mit sechs maxon Motoren», sagt Eugen Elmiger. «Jetzt schon sind alle Erwartungen übertroffen worden, was Länge, Höhe und Dauer seiner Flüge anbelangt.»

Auch auf der Erde zeigt Maxon Innovationskraft. Im Bereich Medizin etwa entwickelt das Unternehmen zusammen mit einem Kunden minimalinvasive Aortapumpen, die für eine schnelle Genesung von Herzpatienten sorgen. In der Intralogistik wiederum kommen vermehrt intelligente Motion Control Lösungen für AGV (Automated guided vehicles) zum Einsatz. Gleichzeitig hat der Antriebspezialist in den letzten Monaten eine Neuheit für die E-Mobilität entwickelt: Diesen Sommer präsentiert Maxon mit dem Bikedrive Air ein leichtes und unsichtbares E-Bike System bestehend aus Mittelmotor, integrierter Batterie und Bedienelement, welches nur 3,5 kg wiegt und von Fahrradherstellern in elegante Rahmen integrieren werden kann. Das E-Bike System wird exklusiv für Fahrradhersteller weltweit erhältlich sein.

Maxon (no)

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