Unkompliziert und zuverlässig

Bild 03: Bereit für Rekuperation von Bremsenergie, Einsatz als Kurzzeit-USV, zur geregelten
Lastspitzenreduzierung und Feldbuskommunikation: aktive Energiemanagementgeräte
der Pxt-Familie für elektrische Antriebe (Quelle: Michael Koch GmbH)
„Es ist wirklich so einfach wie versprochen“, sagt A. Ben Salem und meint damit den Einsatz des PxtFX. „Wir haben die Leistungsdaten unseres Cobots an Koch geschickt, und das gelieferte Gerät hält alle Versprechen: Reinschrauben, anklemmen – und es funktioniert.“ So wirklich daran geglaubt haben die Mitglieder des Entwicklungsteams nicht, denn schließlich mussten sie im Gegensatz dazu mit fast allen anderen Elementen Extrarunden drehen. Die bisherigen Erfahrungen im ausgiebigen Testbetrieb sind ebenfalls vielversprechend. Bislang wird deshalb auf die mögliche Auswertung der internen Kapazitätsüberwachung des PxtFX verzichtet. Die Pxt-Produktfamilie bietet diese Funktion, die im laufenden Betrieb Änderungen der Speicherkapazität ermittelt und im Sinne vorbeugender Wartung bei Erreichen voreingestellter Werte Warnmeldungen ausgibt. Die bisherige Erfahrung im Cobot zeigt trotz der hohen Belastungen keinerlei Alterungserscheinungen des Speichers. Die vorgegebenen Betriebsstunden werden in der praktischen Anwendung sicher übertroffen. Das entspricht den Ergebnissen der Simulationsrechnungen, die Koch mithilfe von selbst entwickelten Tools auf den Grundlagen der Entwicklungserkenntnisse und von weit über zehn Jahren Felderfahrung applikationsspezifisch durchführt. Dabei fließen die Einflüsse der Belastungen und Umweltbedingungen nicht nur auf den Speicher, sondern auf die gesamte Elektronik in die Simulationsrechnung mit ein.
„Zuverlässigkeit ist ein ganz entscheidendes Kriterium für unseren tog.519“, sagt A. Ben Salem und bezieht die Aussage auf das Komplettsystem. „Der Anwender muss sich auf alle Hard- und Softwarekomponenten gleichermaßen verlassen können.“ Qualität und Langlebigkeit sind also für ihn sehr wichtige Entscheidungskriterien bei der Komponentenauswahl. „Da ist es auch sehr hilfreich, wenn das eine Bauteil ein anderes unterstützt“, ergänzt er. Wie in diesem Fall der PxtFX den Servo-Umrichter durch die Beruhigung des Zwischenkreises entlastet. Was er übrigens auch bei Spannungsschwankungen oder kurzen Unterbrechungen des Netzes in unmerklicher Weise erledigt, solange noch genügend Energie in seinem Speicher ist. Im Cobot von Schubert ist diese USV-Funktion des Geräts zwar nicht das primäre Einsatzziel, doch sie hilft ganz nebenbei über die ein oder andere kleine Störung hinweg.
UL- und CSA-Normen als i-Tüpfelchen
Das aktive Energiemanagementsystem PxtFX bietet noch weitere Möglichkeiten, die aber aktuell für den Einsatz im Cobot noch nicht relevant sind (Bild 3). So könnte das Gerät auch direkt per Feldbus nach außen kommunizieren, um etwa einer übergeordneten Steuerung mit seinen Daten Hinweise für außergewöhnliche Veränderungen im Antriebssystem zu geben. Bislang kommen die Daten ausschließlich vom Servo-Umrichter. Auch Lastspitzen aus dem Netz ließen sich durch zusätzliche Speicher weiter abfedern. Dafür fehlt allerdings der Platz, doch die Lastspitzen werden bereits gut gedämpft. Durchaus positiv bewertet das Schubert-Team die Zulassung nach UL und CSA-Normen. So bestätigt das technisch problemlos einzusetzende Gerät PxtFX für die Beteiligten auch in der Exportabwicklung und Normprüfung ein weiteres Mal seine „Einfachheit“.
Literatur
- Gerhard Schubert GmbH, Crailsheim: www.schubert.group
- Michael Koch GmbH, Ubstadt-Weiher: www.bremsenergie.de