Zusammenfassung

Abbildung der Grafik

Bild 4: Grafik (Quelle: Maschinenfabrik Reinhausen)

Der durch die Energiewende getriebene Ausbau von erneuerbaren Energien bringt das heutige Verteilnetz aufgrund der Problematik von Spannungsbandverletzungen zunehmend an die Grenzen einer normengerechten Betriebsführung. Verletzungen des Spannungsbands treten dabei in der Regel deutlich früher auf als Kapazitätsbegrenzungen in den Betriebsmitteln. Ohne Ront sind die Verteilungsnetzbetreiber bei Spannungsbandverletzungen direkt zu kapitalintensiven Netzausbaumaßnahmen gezwungen. Der Einsatz von Ront ermöglicht es den Ausbau der Netze entweder gänzlich zu vermeiden oder in abgemilderter Form auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Darüber hinaus stellen sie sicher, dass die verfügbaren Leitungs- und Kabelkapazitäten auch ausgenutzt werden können. Sie können somit die Aufnahmefähigkeit der bestehenden Netze für erneuerbare Energien auf wirtschaftliche Art und Weise signifikant erhöhen.
Der konkrete Effekt eines Ront hängt dabei von der Größe und der örtlichen Lage der Einspeiser sowie vom maximalen Spannungsabfall im Netz ab. In einem Netz mit vielen Einspeisern und hoher Einspeiseleistung nahe der Sammelschiene kann ein regelbarer Ortsnetztransformator die Integrationskapazität etwas um den Faktor zwei erhöhen. Liegen die Einspeisepunkte weiter von der Sammelschiene entfernt ist eine Erhöhung des Einspeisepotenzials um bis zum Faktor 4 möglich. In Netzen mit Spannungsfällen größer als 5 %, zum Beispiel bei Anbindung von weit entfernten Einsiedlerhöfen, lässt sich das Potenzial sogar um den Faktor 8 erhöhen.

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B. Eng. Matthias Haslbeck, Dr. Manuel Sojer, Dr.-Ing. Thomas Smolka , Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl
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