Ein Nivus-Mitarbeiter konfektioniert einen Schaltschrank für die schlüsselfertige Installation der Messtechnik (Quelle: Nivus)

Ein Nivus-Mitarbeiter konfektioniert einen Schaltschrank für die schlüsselfertige Installation der Messtechnik (Quelle: Nivus)

Den Umsatz konnte Nivus in 2020 um 2,2 % steigern. Damit hat sich im Corona-Jahr der deutsche Markt etwas besser gehalten als das internationale Geschäft. Der Mitarbeiterstamm blieb mit 150 Personen stabil. 

 

Eine sehr große Steigerung zeigte der Dienstleistungsbereich. Die Durchführung kompletter Messkampagnen mit Anwendung von Messsystemen und Datenanalyse wurde von Kunden sehr oft abgerufen. Ebenfalls wurde das erweiterte Dienstleistungsangebot für Kaufkunden sehr oft in Anspruch genommen. So hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr zum Beispiel damit begonnen, einen Schaltschrankbau für messtechnische Anlagen zu etablieren. Damit haben Kunden die Möglichkeit, schlüsselfertige Messtechnik auch als komplett autarke Systeme mit Stromgenerator und Pufferbatterie zu erwerben. Auf der Geräteseite wurden die portablen und batteriebetriebenen Messsysteme auch 2020 sehr gut verkauft. International zeigten sich die Märkte Groß-Britannien, Italien, China sowie der mittlere Osten sehr positiv.

 

Das Jahr 2020 stand für den Messtechnikhersteller auch für die Einführung einer komplett neuen Messtechnologie. Die jahrelange Forschungsarbeit, zum Teil in Kooperation mit der Universität Stuttgart, fand mit der Präsentation eines Partikelkonzentrationsmesssystems im Oktober 2020 einen vorläufigen Höhepunkt. Das ultraschallbasierte System erfasst vier verschiedene Partikelgrößenklassen im Wasser, darunter auch der Feinanteil < 63 µm. Vor allem Partikel mit einer geringen Korngröße sind als ein Indikator für Wasserbelastungen mit pharmazeutischen Stoffen und Schwermetallen, wie Zink oder Blei, anerkannt. Damit ergeben sich für Betreiber von Regenwasser- und Kanalnetzen neue Auswertemöglichkeiten für die Wasserqualität. „Wasser ist unser wichtigster Rohstoff auf der Erde, daher müssen wir alles tun, um möglichst sorgfältig damit umzugehen“, erläutert Geschäftsführer Marcus Fischer. „Das immer umfassendere Monitoring unserer Wasserströme ist ein wichtiger Bestandteil für den optimalen Umgang mit der wertvollen Ressource“, so M. Fischer weiter. Auch im letzten Jahr setzte sich bei Nivus der Trend zum digitalen Datenmanagement weiter fort. Durch die vielerorts eingeschränkte Bewegungsfreiheit konnten so viele Kunden den Mehrwert von Online-Messdaten nutzen. 

Nivus (no)

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