SPS-Besuchern wird in einer Live-Demonstration die Wirkungskraft des Oberflächenschutzes NXD tupH von Nord gezeigt. (Quelle: Nord Drivesystems)
Auf der SPS zeigt der Systemanbieter, wie smarte Antriebslösungen für die automatisierte Produktion realisiert werden können. Ein Schlüssel dazu ist die intelligente Regelung durch die dezentrale und zentrale Antriebselektronik, die auf dem Messestand im Mittelpunkt steht.
Antriebselektronik für jede Anlagenarchitektur
„Mit den Frequenzumrichtern der Produktfamilien Nordac Pro, Nordac On, Nordac Flex und Nordac Link verfügt Nord über ein Portfolio, das Antriebssysteme für die automatisierte Fertigung mit Vorteilen ausstattet“, sagt Jörg Niermann, Bereichsleiter Marketing von Nord Drivesystems. So sollen die Umrichter flexibel in jeder Anlagenarchitektur eingesetzt werden können: Sie ermöglichen eine Montage sowohl im Schaltschrank als auch im Feld, direkt motoraufgebaut oder motornah montiert. Zudem unterstützen sie alle gängigen Ethernet-Protokolle, zum Teil über Multi-Protokoll-Ethernet-Schnittstellen.
Eine weitere Stärke der Nordac-Frequenzumrichter sind ihre zahlreichen Mehrwert-Funktionen: Durch Embedded Features wie den Positioniermodus Posicon oder die on-board PLC können Antriebslösungen auch Aufgaben übernehmen, die sonst über die übergeordnete Steuerung laufen. Auf der SPS wird Nord darüber hinaus die drive-based Functional Safety seiner Antriebselektronik vorstellen, zu denen unter anderem lokale sicherheitsgerichtete Sensorik und Aktorik wie Not-Halt oder Sicherheitslichtgitter gehören.
Live-Demonstration: NXD tupH-Oberfläche beschleunigt Reinigungsprozess
Bei einer Live-Demonstration können sich Besucher von der Wirkungskraft des Oberflächenschutzes NXD tupH überzeugen. "NXD tupH ist der Oberflächenschutz für die extremen Bedingungen in Wash-Down-Bereichen. Er macht Aluminiumgehäuse widerstandsfähig gegen Säuren und Laugen", so Experten des Unternehmens. Basis ist eine Veredelung, die eine sehr harte, inerte Oberfläche erzeugt. Für NXD tupH werden die veredelten Gehäuseteile mit einer stark haftenden Hochleistungsversiegelung beschichtet und ausgehärtet. Durch Struktur und Haftung der Versiegelung soll es nicht zu Abplatzungen kommen, kleinere Beschädigungen können sich nicht ausbreiten. Das soll NXD tupH zum idealen Oberflächenschutz für hygienesensible Anwendungen wie die Lebensmittelverarbeitung oder pharmazeutische Fertigung machen. „Am Messestand werden wir anhand von Wash-Down-Modellen zeigen, wie Komponenten mit NXD tupH- oder mit glatten Oberflächen die Reinigung zudem erleichtert, beschleunigt und damit wertvolle Prozesszeiten einspart“, so J. Niermann.
Digitale Services erhöhen Effizienz und Verfügbarkeit
Ebenfalls ein Nord-Thema auf der SPS: Die datenbasierten Services, mit denen das Unternehmen die optimale Performance seiner Antriebssysteme in jeder Phase des Lebenszyklus ermöglichen will. Für die Betriebsphase bietet Nord seinen Nord Eco-Service an. Dazu werden mit der Nord Eco-Box dauerhafte Belastungen, Lastspitzen und unregelmäßige Zustände aufgezeichnet. Die Auswertung der Daten macht Einsparpotenziale sichtbar und dient als Basis für eine Antriebsoptimierung. „Häufig finden wir Antriebssysteme vor, die überdimensioniert sind“, sagt J. Niermann. „Am Ende unseres Nord Eco-Services ergeben sich fast immer niedrigere Gesamtbetriebskosten.“
Mit seiner IIoT-Lösung Nord Drive Monitor unterstützt der Antriebsexperte Anwender auch in der Instandhaltungsphase mit Condition Monitoring für die Predictive Maintenance. Die IIoT-Lösung stellt dynamisch berechnete sowie sensorisch erfasste Betriebswerte der elektronischen Antriebssysteme kontinuierlich zur Weiterverarbeitung bereit. Das ermöglicht Anwendern, frühzeitig Anomalien oder Verschleiß zu erkennen und Wartungsmaßnahmen zu planen. „So werden Ausfallzeiten wirkungsvoll reduziert, die Lebensdauer von Maschinen und Anlagen verlängert und die Gesamtanlageneffizienz erhöht“, erläutert J. Niermann.
Als neuen Service für die Planungsphase stellt Nord auf der SPS erstmals die Simulationsmodelle für die virtuelle Inbetriebnahme seiner Komponenten vor. Die digitalen Zwillinge können in einer simulierten Anlage umfassend getestet, Fehler in einem frühen Entwicklungsstadium korrigiert werden. Ist das Antriebssystem vom Kunden validiert, wird es von Nord gefertigt. "Dass die Antriebe dann bereits funktional in der Anlagensteuerung integriert sind, beschleunigt die reale Inbetriebnahme. Der Gesamtprozess von der Konfiguration bis zur Inbetriebnahme verkürzt sich damit von mehreren Monaten auf nur noch wenige Wochen", so die Experten des Unternehmens.
SPS: Halle 3A, Stand 431