Bild 01: Mit „RapidID“ lassen sich IT- und industrielle Netzwerkkabel schnell und einfach digital archivieren und dokumentieren. (Quelle: Panduit)
Branchenuntersuchungen zeigen, dass 50 % aller Netzstörungen auf Probleme in der physischen Infrastruktur zurückzuführen sind. Im Fall eines Cyberangriffs ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die gesamte Verkabelung von den aktiven Geräten getrennt werden muss, um die Systeme vom Internet zu isolieren. In vielen Unternehmen erfolgt das Kabelmanagement bzw. die -dokumentation manuell. Dementsprechend mühsam und zumeist zeitintensiv gestaltet sich die Reaktion auf einen solchen Angriff, da sich Kabelverbindungen nur aufwendig verfolgen und überprüfen lassen. Und dieser Zeitverlust kann teuer werden: Die quantifizierten Downtime-Kosten pro Stunde liegen beispielsweise im Finanzsektor bei rund 5,2 Mio. €, bei Energieversorgern bei circa 2,2 Mio. €, in der Telekommunikation bei rund 1,6 Mio. € und im Einzelhandel bei circa 0,9 Mio. €.
Vorteile durch Digitalisierung
Ein softwarebasiertes Dokumentationssystem, in dem sich genau nachvollziehen lässt, welches Kabel an welchen Router, Hub, Switch oder Server angeschlossen war, unterstützt Unternehmen dabei, den Normalbetrieb schnell wieder aufzunehmen. Mehr noch, es hilft Netzwerkausfälle zu minimieren bzw. zu vermeiden.
Mit seiner Hard- und Softwarelösung „RapidID“ ermöglicht Panduit [1] ein digitales Mapping. Die mit ihr erstellte Dokumentation ist eine ideale Lösung für die Lokalisierung von Patchverbindungen oder beim Austausch eines Netzwerk-Switches. Fehlerhafte Patchverbindungen lassen sich in kurzer Zeit aufspüren.
Die Lösung im Detail
Das Basiselement der „RapidID“Lösung ist das werkseitig beschriftete Patchkabel von Panduit. An beiden Enden des Patchkabels befinden sich eineindeutige Kennzeichnungsschilder, die mit einem Bluetoothfähigen Handscanner eingelesen werden und in der „RapidID“App der Hardware zugeordnet werden. Die Adressierung der Etiketten besteht aus einem zwölfstelligen Barcode und den Buchstaben „A“ und „B“, welche Anfang und Ende des Kabels definieren. Damit lassen sich die netzwerküblichen Aufgaben Kennzeichnung, Rückverfolgung und Wartung/Fehlerbehebung in zwei einfachen Schritten automatisieren: Im ersten Schritt stellt man die Patchverbindungen mit den werkseitig beschrifteten Patchkabeln her. Anschließend lassen sich im zweiten Schritt die Etiketten der Patchkabel mit einem Bluetooth-Scanner in die zuvor installierte „RapidID“App einlesen. Die Patchkabel werden während des Einlesens dem zuvor definierten Patchfeld/SwitchPort zugeordnet. Die eingelesenen Daten sind komfortabel exportierbar und sicher weiterverarbeitbar. Die manuelle, fehleranfällige Dateneingabe entfällt. Zur Fehlersuche oder bei anfallenden Patcharbeiten lassen sich Patchverbindungen schnell und einfach aufspüren bzw. korrigieren oder beseitigen. Dazu wird ein Ende des Patchkabels gescannt, die dokumentierte Verbindung wird in der „Rapid ID-App“ angezeigt und das zweite Ende kann überprüft werden. Die App zeigt „Pass“ oder „Fail“ an.