Wandlungsverluste auf ein Minimum reduziert

Abbild Püschel
Bild 1: Püschel (Quelle: Bachmann)

„Unser neues Rechenzentrum in Stuttgart wurde konsequent und durchgängig für den Einsatz von DC 380 V konzipiert. Damit erbringen wir einerseits den Beweis für die Vorteile von Gleichstrom im Rechenzentrum und andererseits für unsere professionelle Kompetenz für die Elektrifizierung mit Gleichstrom“, berichtet T. Püschel. Während viele Betreiber von Rechenzentren die regenerativ erzeugte Energie nur ins Netz einspeisen und sich so einen grünen Anstrich geben, hat Bachmann seine Photovoltaikanlage in sein Stromversorgungskonzept integriert.
In seinem Rechenzentrum versorgt Bachmann die Klimaanlagen, die Beleuchtung sowie sämtliche Server und Geräte mit DC 380 V. Zudem wird an der neuen 400-V-Ladestation das unternehmenseigene Elektromobil getankt. Als umweltfreundliche Stromquelle fungieren Photovoltaikmodule auf dem Dach. Denn erst durch die direkte Integration von regenerativen Energien ist die DC-380-V-Technik richtig effizient, da dann noch weniger Wandlungsverluste entstehen. Während die AC-Prozesskette mit Netzteil, Speicher und Wechselrichter in etwa einen Wirkungsgrad von 78 % hat, erreicht man in der DC-Kette mit Netzteil, Speicher sowie einem Maximum Power Tracker (MPPT) einen Wirkungsgrad von 89 % und ist trotzdem an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.
Als Speicher nutzt Bachmann aktuell Lithium-Ionen-Batterien. Diese können das Rechenzentrum für 30 min mit Strom versorgen. „Mit einem großen Speicher hätte man die Versorgung zwar auf gut fünf Stunden ausweiten können, allerdings war die Technologie vor drei Jahren, als wir die Anlage aufgebaut haben, noch viel zu teuer. Die Investition in einen großen Stromspeicher von damals 40 000 € hätte sich nicht rentiert. Das Prinzip ist aber das gleiche“, unterstreicht der IT- und DC-Experte.

2 / 5

Ähnliche Beiträge