In der Aufbereitungsanlage Eschau regeln die Frequenzumrichter ACQ580 von ABB unter anderem die Rohwasserpumpen

Bild 01: In der Aufbereitungsanlage Eschau regeln die Frequenzumrichter ACQ580 von ABB unter anderem die Rohwasserpumpen. (Quelle: ABB)

Eschau ist eine unterfränkische Marktgemeinde, die aus mehreren Ortsteilen und Weilern besteht. Um eine langfristig sichere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, wurde im November 2023 nach knapp sechsjähriger Planungs- und Bauzeit die neustrukturierte Wasserversorgung für das gesamte Versorgungsgebiet (Eschau, Sommerau und Wildenstein sowie Hobbach und Unteraulenbach) auf dem Gelände des Wasserwerks Eschau eingeweiht.

Die Investition in einen neuen Tiefbrunnen und ein neues Wasserwerk war erforderlich, da die Trinkwasserversorgung zuvor nicht mehr den gesetzlichen Regelungen und Vorgaben entsprach. Das Landratsamt Miltenberg und das Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg hatten deshalb die Gemeinde aufgefordert, für eine dauerhafte und zukunftsfähige Trinkwasserversorgung zu sorgen.

Zukunftsfähige Trinkwasserversorgung

Für die Rohwässer des neuen Tiefbrunnens „Quelle“ als Hauptversorgung und der bestehenden „Weidenbrunnenquelle“ als Zusatzversorgung bestand zusätzlicher Aufbereitungsbedarf. Dafür wurde die bestehende Aufbereitung im Hochbehälter Eschau außer Betrieb genommen und die neue Aufbereitungsanlage neben dem bestehenden Bedienungshaus in einem Anbau untergebracht (Bild 2).

Die Anlage verfügt über die Aufbereitungsschritte Ultrafiltration, chemische Entsäuerung (Entsäuerungsfilter), Desinfektion (UV-Anlage), physikalische Entsäuerung  (Flachbettbelüfter) und Seitenkanalverdichter. Den nötigen Vordruck für die Aufbereitung gewährleisten zwei Rohwasserbehälter und drei Rohwasserpumpen. Des Weiteren wurde die komplette Elektro- und MSR-Technik erneuert und in dem Anbau  untergebracht.

Aufgrund der Größe der neuen Anlage und der komplexen Prozesstechnik hat der Markt Eschau die technische Betriebsführung für seine Wasserversorgung an den Zweckverband Abwasserverband Main-Mömling-Elsava (AMME) übertragen [1]. Der Zweckverband AMME mit Sitz in Erlenbach am Main ist neben der Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet auch für die Trinkwasserversorgung von Mitgliedsgemeinden verantwortlich.

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