Siemens und BASF arbeiten zusammen an der Förderung der Kreislaufwirtschaft

Siemens und BASF arbeiten zusammen an der Förderung der Kreislaufwirtschaft (Quelle: BASF)

Dieser Schritt unterstützt die Nachhaltigkeitsziele von Siemens in den Bereichen Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz. Das Unternehmen verfolgt ein 1,5-°C-Dekarbonisierungsziel sowie die Anwendung eines robusten Ökodesigns für 100 Prozent der relevanten Produktfamilien bis 2030. Durch die Materialumstellung in der Produktion des Leistungsschalters sollen rund 270 t Kohlendioxid-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Die Berechnung des Product Carbon Footprint von Materialien erfolgt nach der „Together for Sustainability (TfS)“-Methodik. Dabei wird die CO2- Reduktion des biomassenbilanzierten BASF-Produkts mit der des herkömmlichen BASF-Produkts verglichen. In den kommenden Monaten plant Siemens, den Einsatz nachhaltiger Materialien auf das gesamte SIRIUS-Portfolio für Industriesteuerungen auszuweiten. „Mit unseren Produkten helfen wir Kunden, die Leistung, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen durch ressourceneffiziente kreislauffähige Produkte zu verbessern, die Energieverbrauch, Produktion und Lieferketten über den gesamten Lebenszyklus hinweg optimieren. In der BASF haben wir einen starken Partner gefunden, der uns mit Innovationen im Bereich nachhaltiger Kunststoffe unterstützt“, sagte Andreas Matthé, CEO Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure.

BASF setzt für die Herstellung ihrer Produkte zunehmend auf nachwachsende und recycelte Rohstoffe. Damit möchte der Chemiekonzern seinen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Defossilisierung leisten. Dies soll unter anderem durch ein besonderes Verfahren gelingen, das fossile Rohstoffe Schritt für Schritt durch biobasierte und recycelte Rohstoffe ersetzt. Nach dem Massenbilanz-Ansatz werden nachwachsende oder recycelte Rohstoffe bereits am Anfang der komplexen Wertschöpfungsketten von BASF in den Produktionsverbund eingebracht. Entscheiden sich Kunden für ein zertifiziertes Produkt aus einer solchen Wertschöpfungskette, speist BASF nach eigenen Angaben nachhaltige Rohmaterialien in den BASF Verbund ein. „Der Massenbilanz-Ansatz ist eine bahnbrechende Lösung, die den schrittweisen Ersatz von fossilen Rohstoffen auch in komplexen Produktionsprozessen ermöglicht. Die Vorteile dieses Ansatzes liegen auf der Hand: Je größer die Nachfrage nach alternativen Produkten, desto höher ist der Anteil alternativer Rohstoffe im Produktionsverbund. Dies entspricht unserem Ziel, eine Kreislaufwirtschaft und so zügig wie möglich einen „Netto-Null“-Betrieb zu erreichen“, erklärt Martin Jung, President BASF Performance Materials.
 

Siemens und BASF (af)

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