Erfassung der Spannungsqualitätsparameter sowie Energiedaten

Bild 01: Erfassung der Spannungsqualitätsparameter sowie Energiedaten in der Schaltanlage (Quelle: Janitza)

Strom, Spannung, Leistung und Arbeit – in nahezu allen Niederspannungsverteilern finden wir sie seit Jahren in der Praxis: Universalmessgeräte zur Anzeige der elektrotechnischen Grundparameter, eingebaut in die Verteilertür oder auf der Hutschiene (Bild 1). Die Aufnahme, Anzeige sowie Übertragung unterschiedlichster Parameter, wie die Spannungsqualität oder die Differenzstromüberwachung, ergänzen mittlerweile die Grundparameter und finden zunehmend ihre Basis in den nationalen und internationalen Normschriften. Neben den Normenschriften potenzieren nationale Förderungsprogramme und Änderungen in der Energiewirtschaft sowie resultierende Gesetzesänderungen die Komplexität für alle Beteiligten zusätzlich. Unterschiedlichste Ansätze bei der Planung sowie dem Einsatz von Energiemesstechnik seitens der Bauherren und Planer generieren im Alltag somit stetig neue Herausforderungen. Für eine zielführende Auslegung und Generierung von Mehrwerten sind verschiedene Herausforderungen aus der Praxis der einzelnen Fachgebiete zu bewältigen.

Auswirkungen der Spannungsqualität auf Verbraucher

Die Bundesnetzagentur definiert Spannungsqualität und deren Ursachen wie folgt: „Das vorgeschriebene Maß der Spannungsqualität richtet sich nach europäischen und internationalen Normen. Grundlegend wird unter der Spannungsqualität die Übereinstimmung zwischen den tatsächlichen, physikalischen Werten der Netzspannung und den vom Betreiber zugesagten Eigenschaften der Netzspannung verstanden. Normabweichungen können in bestimmten Fällen zu Störungen bei Endverbrauchern oder im Netzbetrieb führen (Bild 2). Die Ursachen für Normabweichungen sind vielfältig und können u. a. im Netzbetrieb verortet sein, aber auch durch die Verbraucher selbst hervorgerufen werden.“

Demnach sind auch Einflüsse aus regenerativen Energiequellen auf die Spannungsqualität des Versorgungsnetzes nicht von der Hand zu weisen und bleiben aufgrund des Ausbaus erneuerbarer Energiequellen ein ernst zu nehmendes Thema. Zur  Entlastung der Verbraucherseite dieser Störgrößen der Spannungsqualität spielt neben den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des jeweiligen lokalen Energieversorgungsunternehmens (EVU) die DIN EN 50160 [1] eine wesentliche Rolle.

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