Integration von Peripherie und Verkabelung

Die individuelle Lösung lässt sich mit dem MX-System Designer effizient und übersichtlich konfigurieren.

Bild 02: Die individuelle Lösung lässt sich mit dem MX-System Designer effizient und übersichtlich konfigurieren. (Quelle: Beckhoff)

Beim MX-System müssen die einzelnen Module lediglich auf die Baseplate aufgesteckt und verschraubt werden, um das gesamte Automatisierungssystem direkt und ohne Schaltschrank an der Maschine platzieren zu können.

Bild 03: Beim MX-System müssen die einzelnen Module lediglich auf die Baseplate aufgesteckt und verschraubt werden, um das gesamte Automatisierungssystem direkt und ohne Schaltschrank an der Maschine platzieren zu können. (Quelle: Beckhoff)

Beispielhafter Größenvergleich von Schaltschrank und funktionsgleichem MX-System.

Bild 04: Beispielhafter Größenvergleich von Schaltschrank und funktionsgleichem MX-System. (Quelle: Beckhoff)

Der MX-System Designer ermöglicht die strukturierte Einbindung aller relevanten Komponenten einer Maschine. Neben Baseplates und Funktionsmodulen können auch Motoren, Sensoren, dezentrale Ethercat-IO, IO-Link-Geräte oder Ventilinseln berücksichtigt werden.

Ein zentraler Bestandteil der Planung ist dabei die strukturierte Leitungsauslegung. Der Designer unterstützt die Auswahl passender vorkonfektionierter Leitungen und berücksichtigt Leitungslängen, elektrische Eigenschaften sowie topologische Zusammenhänge innerhalb der Maschine. Dadurch wird die Verkabelung bereits in der Konzeptphase transparent und technisch bewertbar. Das Ergebnis ist ein konsistentes digitales Abbild der gesamten Maschinen-Elektrifizierung – von der Energiequelle bis zum angeschlossenen Aktor.

Technische Auslegung bereits in der Konzeptphase

Neben der strukturellen Planung unterstützt der MX-System Designer auch die technische Bewertung der Systemkonfiguration. Wesentliche Aspekte der elektrischen Systemauslegung lassen sich damit bereits während der Planung technisch bewerten und automatisch überprüfen. Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Gesamtstrombedarf des Systems,
  • Lastverteilung innerhalb der Baseplate,
  • Leitungslängen und daraus resultierende Spannungsabfälle sowie
  • Leistungsgrenzen einzelner Module

Plausibilitätsprüfungen stellen sicher, dass nur technisch zulässige Kombinationen entstehen. Kritische Auslegungssituationen werden frühzeitig sichtbar, sodass die elektrische Auslegung bereits in der Konzeptphase transparent und nachvollziehbar wird.

Webbasierte Nutzung

Der MX-System Designer ist webbasiert und direkt über die Beckhoff-Website verfügbar. Eine lokale Installation ist nicht erforderlich. Damit steht das Werkzeug weltweit in identischer Form zur Verfügung und ermöglicht eine einheitliche Planungsbasis für Maschinenbauer, Projektleiter und Elektroplaner.

Mit dem MX-System wurde die Hardwarearchitektur der Maschinenautomatisierung neu deniert (Bild 4). Der MX-System Designer ergänzt diese Architektur um ein Planungswerkzeug, das die Elektrifizierung schaltschrankloser Maschinen bereits in der frühen Projektphase strukturiert abbildet und technisch bewertet.

Literatur

  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl: www.beckhoff.com/mx-system
Friedrich Klasing ist im Produktmanagement MX-System für die Beckhoff Automation GmbH & Co. KG in Verl tätig.
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