Das Schweizer Teguar-Team am europäischen Standort in Pfäffikon: Von hier aus betreut das Unternehmen Kunden und Partner in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Märkten. Im Bild von links nach rechts: Corinne Staub, Mitinhaberin; Jonathan Staub, CEO; Linhla Deutinger, Solutions Support Specialist; Philipp Knupp, Teguar Europe Branch Manager. (Quelle: Teguar AG)
Der US-amerikanische Hersteller Teguar richtet sein Angebot künftig verstärkt an Maschinenbauer, Systemintegratoren, Medizintechnikhersteller und Betreiber industrieller Anlagen im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt stehen robuste und langfristig verfügbare Computerplattformen für Produktion, Automation, Logistik, Maschinenbau, Edge Computing und medizinische Anwendungen.
Die 2025 gegründete europäische Niederlassung befindet sich in Pfäffikon im Schweizer Kanton Schwyz. Von dort betreut das Unternehmen Kunden und Partner innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. Ein Logistikzentrum in den Niederlanden ergänzt die europäische Infrastruktur und soll die Bereitstellung von Demonstrationsgeräten, Lieferungen und Serviceleistungen beschleunigen.
Industrie-PC für anspruchsvolle Umgebungen
Das Portfolio umfasst Industrie- und Embedded-PC, Panel-PC, Rugged Tablets, medizinische Computersysteme sowie hardwarebeschleunigte Edge-KI-Plattformen. Je nach Baureihe verfügen die Geräte unter anderem über lüfterlose Kühlsysteme, robuste Metallgehäuse, erweiterte Temperaturbereiche, industrielle Schnittstellen und Schutzarten für staub- oder wassergeschützte Anwendungen.
Lüfterlose Embedded Computer sind beispielsweise für die Integration in Maschinen, Anlagen und Schaltschränke vorgesehen. Der Verzicht auf mechanisch rotierende Lüfter reduziert das Risiko, dass Staub und Schmutz in die Systeme eindringen. Panel-PCs kombinieren Recheneinheit und Touchdisplay und lassen sich unter anderem als HMI, Maschinensteuerung oder Visualisierungssystem einsetzen.
KI-Verarbeitung direkt an der Maschine
Ein Schwerpunkt des DACH-Portfolios liegt auf Edge-KI-Computern. Sie verarbeiten Bild-, Sensor- und Prozessdaten unmittelbar an Maschinen, Produktionslinien, Industriekameras oder autonomen Transportsystemen. Dadurch lassen sich Latenzzeiten reduzieren und KI-Modelle auch ohne permanente Verbindung zu einer Cloud-Infrastruktur ausführen.
Abhängig von der Konfiguration können GPUs, NPUs oder andere KI-Beschleuniger integriert werden. Als typische Einsatzfelder nennt Teguar die industrielle Bildverarbeitung, die automatisierte optische Qualitätskontrolle, Predictive Maintenance, autonome Robotik sowie die lokale Analyse von Maschinen- und Sensordaten.
Regionale Beratung und Service
Mit dem Marktausbau will Teguar nicht nur die Verfügbarkeit seiner Systeme verbessern, sondern auch Beratung und technischen Support näher an die Anwender bringen. Für Reparatur- und Serviceleistungen arbeitet das Unternehmen in Europa mit Sertronics zusammen. Der Partner betreut unter anderem Kunden in Deutschland und der Schweiz und ist für das Industrie- und Medizincomputerportfolio von Teguar geschult.
Neben konfigurierbaren Standardgeräten bietet Teguar OEM- und ODM-Dienstleistungen an. Anpassungen sind beispielsweise bei Prozessoren, Speichern, Schnittstellen, Gehäusen, Displays, Touchtechnologien, BIOS-Versionen und Software-Images möglich. Damit richtet sich das Unternehmen insbesondere an Anwender, für die planbare Produktlebenszyklen und eine langfristige Verfügbarkeit der eingesetzten Computerplattformen entscheidend sind.