Landstromanlagen arbeiten unter rauen Bedingungen: Die Energieketten aus der TKHP-Serie von Tsubaki Kabelschlepp wurden für diesen Einsatzbereich ausgelegt. (Quelle: Tsubaki Kabelschlepp)
Die TOC Europe ist ein Treffpunkt für Hafenbetreiber, Terminalgesellschaften und Technologieanbieter. In Hamburg diskutiert die Branche, wie sich Umschlagprozesse automatisieren, Anlagenverfügbarkeiten absichern und CO₂-Emissionen im Hafenbetrieb senken lassen. Genau hier setzt Tsubaki Kabelschlepp mit seinen Lösungen an. Denn eine innovative und sichere Energieführung ist infrastrukturelle Voraussetzung für leistungsfähige Krananlagen, Schüttgut-Handling und integrierte Landstromkonzepte.
Hohe Stabilität bei kontrollierter Kraftübertragung
Im Zentrum des Messeauftritts steht die Energiekettenserie TKHP. Die robusten Energieketten sind für Verfahrwege bis 1500 m in rauen Umgebungen ausgelegt, etwa an Containerbrücken oder Bulk-Anlagen. Erhältlich in den Spezifikationen 85 und 90 mit Innenhöhen von 58 mm oder 92 mm, lassen sie sich dank 1-mm-Breitenraster an unterschiedlichste Bauraumsituationen anpassen. Anwender wählen zwischen gleitender, rollender oder rollender Ausführung mit integrierter Rollendämpfung.
Nach Angaben des Herstellers folgen die Energieketten konstruktiv einem klaren Prinzip: hohe Stabilität bei kontrollierter Kraftübertragung. Ein gekapseltes Anschlagsystem, selbstreinigende Außenkonturen und verstärkte Bolzenbohrungen erhöhen die Robustheit. Massive Seitenbänder mit verschraubten Gliedern und Doppelgabel-Laschen-Konstruktion sollen für strukturelle Steifigkeit sorgen. Verschleißfreie Dämpfung im Anschlagsystem sowie seewasserfeste Aluminium-Öffnungsstege schützen die eingelegten Leitungen auch unter hoher dynamischer Last.
Rollendämpfung und Condition Monitoring
Ein technisches Detail mit spürbarer Wirkung ist die Rollendämpfung in den Varianten TKHP 85-RSD und TKHP 90-RSD. Sie kann die mechanische Belastung beim Überfahren der Rollen um bis zu 50 % reduzieren. Das senkt Geräuschemissionen und Verschleiß, ohne zusätzliche Schrauben oder Federn.
Parallel dazu wird auf der Messe die Erweiterung des Condition-Monitoring-Systems präsentiert. Dieses bietet nun auch die Möglichkeit, Verschleiß außerhalb der Kette zu erfassen, ohne zusätzliche Leitungen in der Energieführung. Sensoren im Führungskanal oder im Mitnehmerschlitten messen den Zustand der Gleitschuhe sowie Schub- und Zugkräfte prozentgenau. Grenzwerte lassen sich anlagenspezifisch definieren und über freie Schaltausgänge in bestehende Steuerungen einbinden.
Energieführungssysteme für Landstromanlagen
Ein weiteres Messethema sind Energieführungssysteme für Landstromanlagen. Tsubaki Kabelschlepp setzt hier auf rollend geführte Energieketten, die unterflur im Kai oder in speziellen Führungskanälen an der Kaikante laufen. Die verwendeten Materialien sind für herausfordernde Umgebungsbedingungen konzipiert. Je nach Anwendung kommen geeignete Korrosionsschutzmaßnahmen bis hin zu hohen Schutzklassen wie C5-M für einzelne Komponenten zur Anwendung; relevante Vorgaben wie die IEC 80005‑1 werden dort berücksichtigt, wo sie erforderlich sind. Die Systeme sind modular aufgebaut und eignen sich für Greenfield‑ wie Brownfield‑Projekte. Neben der Hardware werden Engineering-Leistungen von der Planung bis zur Inbetriebnahme sowie einen Service über den gesamten Lebenszyklus angeboten.
Tsubaki Kabelschlepp, Stand E64