Kurzschluss- und erdschlusssichere Verdrahtung
Durch die integrierte Ableitervorsicherung im „DEHNvenCI“, im „DEHNbloc Maxi S“, im „DEHNguard CI“ und im V(A) NH entfällt das zusätzliche Schutzelement F (Bild 11). Entsprechend DIN VDE 0100-430 (VDE 0100-430) muss jedoch eine Einrichtung zum Schutz bei Kurzschluss an dem Punkt angeordnet werden, an dem eine Änderung der Kurzschlussstrombelastbarkeit der Leiter erfolgt. Dies würde auch hier zutreffen, da in diesem Anwendungsumfeld eine Reduzierung des Querschnitts S2 (Anschlussleitung zum SPD, zum Beispiel max. 50 mm²) gegenüber S1 (zum Beispiel Sammelschiene, Querschnitt >> 50 mm²) üblich ist.
Ausgenommen davon sind jedoch Leiter, die nicht länger als 3 m sind und so errichtet werden, dass das Risiko eines Kurzschlusses auf ein Minimum reduziert wird und diese auch nicht in der Nähe von brennbarem Material errichtet werden. Da die Leitungslänge, wie oben geschildert, kleiner 1 m sein sollte und unter der Annahme, dass die Leitung nicht in der Nähe von brennbarem Material verlegt wird, ist nur auf eine kurzschluss- und erdschlusssichere Verlegung zu achten. In den Normen DIN VDE 0100-520 (VDE 0100-520) und DIN EN 61439-1 (VDE 0660-600-1) ist definiert, was als kurzschluss- und erdschlusssichere Verlegung gilt (Tabelle in Bild 12). Als gängige Lösung im Schaltanlagenbau hat sich die Verwendung von Leitungstypen wie „NSGAFÖU“ bewährt, die aufgrund ihrer Isolierung als kurzschluss- und erdschlusssicher gilt.
Fazit
Ableiter mit integrierter Sicherung stellen eine ideale Kombination von Ableitervorsicherung und Überspannungsschutzelement in einem Gerät dar. Diese Überspannungsschutzgeräte bieten dem Anwender weitreichende Vorteile wie geringer Platzbedarf und hohe Montagefreundlichkeit. Darüber hinaus ist kein detailliertes Wissen über Dimensionierungskriterien von Ableitervorsicherungen notwendig, da dies bereits herstellerseitig berücksichtigt und aufeinander abgestimmt wurde.

