Prof. Dr.-Ing. h.c. Michael Weyrich, Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik, und Dr.-Ing. (PhD USA) Christine Maul von Covestro, GMA-Vorstandsmitglied auf der Pressekonferenz während des GMA-Kongresses Automation 2022

Prof. Dr.-Ing. h.c. Michael Weyrich, Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik, und Dr.-Ing. (PhD USA) Christine Maul von Covestro, GMA-Vorstandsmitglied auf der Pressekonferenz während des GMA-Kongresses Automation 2022

Vertrauenswürdige KI zur Überwachung der Klimaveränderung, Datenräume zur Nachverfolgung und digitale Technologien zur Vernetzung von Wertschöpfungsketten: Automatisierungstechnik sind unerlässlich, „um Nachhaltigkeit auf die Spur zu kommen“, wie Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Michael Weyrich auf der Pressekonferenz des VDI auf dem Kongress Automation in Baden-Baden sagte. Der Vorsitzender der VDI/VDE Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik gab an, dass die Kreativität und das Engagement der Ingenieur*innen gefragt sind, um den Herausforderungen der Nachhaltigkeit in der Industrie zu begegnen. „Insbesondere junge Menschen müssen als Fachkräfte gewonnen werden“, bekräftigte Weyrich.

Innovationen in der Mess- und Sensortechnik, der Automatisierungstechnik sowie der Digitalisierung und Virtualisierung werden nach ihm für die zirkuläre Wertschöpfung, Wasserstoffsystemtechnik sowie die Überwachung des Ressourceneinsatzes entwickelt.

Entsprechend der Nachhaltigkeitsziele der chemischen Industrie soll die Produktion innerhalb weniger Jahrzehnte CO"-neutral werden. Die CO"-neutrale Produktion wird mehr kosten. Die INdustrie hofft, dass den Kunden die CO2-neutrale Produktion auch mehr wert ist. Die Digitalidsierrung sowie die Mes- und Automatisierungstechnik werden den NAchweis der CO2-neutralen Produktion erst ermöglichen. 

Auf die Wichtigkeit des Einsatzes von Wasserstoff wies auf der Pressekonferenz auch Dr.-Ing. (PhD USA) Christine Maul von Covestro Deutschland AG hin. „Die CO2-neutrale Produktion funktioniert allerdings nur, wenn die grünen Technologien auch zeitnah entwickelt werden – insbesondere ‚grüner‘ Wasserstoff muss verfügbar sein“, erläuterte die Head of Advanced Process Control bei Covestro Deutschland AG. „In der chemischen Produktion haben wir – quasi  schon immer – die bestehenden Möglichkeiten genutzt, Produktionsprozesse effizient zu führen. Im Sinne der Nachhaltigkeit bedeutet dies, mit minimalem Energieverbrauch und mit maximaler Ausbeute zu produzieren“, sagte Christine Maul. Covestro hat sich vorgenommen, bis 2035 klimaneutral zu produzieren. „Die CO2-neutrale Produktion wird mehr kosten, die Industrie hofft, dass den Kunden die Nachhaltigkeit auch mehr wert ist. Sie muss es schaffen, den Kunden zu vermitteln, dass nachhaltig produzierte Materialien einen höheren Preis verdienen“, gab Dr. C. Maul, Mitglied im Vorstand der VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA), an.

Für Ingenieure und Ingenieurinnen bedeutet dies: Es gibt viel zu tun! Ob die Nachwuchskräfte in der Mess- und Automatisierungstechnik an den richtigen Stellen gesucht werden und ob diese divers genug sind, um die Herausforderung Klimaanpassung zu schaffen, sollten Unternehmen beleuchten. „Diese Fragen sollten wir durchaus selbstkritisch stellen und offen sein für neue Wege, auf denen Mitarbeiter zu uns kommen“, schließt Dr. C. Maul von Covestro ab.

VDI (hz)

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