Mit dem neuen Vegapuls 6X deckt Vega alle Anwendungen ab

Mit dem neuen Radarsensor Vegapuls 6X von Vega sollen mit einem Gerät alle Anwendungen abgedeckt werden (Quelle: Vega)

„Wir haben vor mehr als 30 Jahren begonnen, das Radar-Messprinzip in den Markt einzuführen. Mittlerweile befinden sich über 1 Mio. Geräte bei unseren Kunden im Einsatz – ein schöner Erfolg“, sagte Günter Kech, Mitglied der Geschäftsführung der Vega Grieshaber KG,  zu Beginn der Pressekonferenz. Mit Blick auf die vor ca. 20 Jahren auf den Markt gebrachten Plics-Sensoren verwies er auf die mittlerweile breite zur Verfügung stehende Palette, von denen alleine im letzten Jahr 85.000 Geräte verkauft wurden.

Doch trotz dieses Erfolgs und einer Steigerung des Auftragseingangs im letzten Jahr um 18 % auf 517 Mio. € sahen die Schiltacher noch Optimierungspotenziale. So sei es für Anwender bislang nicht einfach gewesen, den für ihre Applikation passenden Sensor auszuwählen. So hätten für ihn zunächst die Fragen nach der Frequenz, Temperaturbereichen, Prozessanschlüssen und Medieneigenschaften im Raum gestanden. Dazu seien das entsprechende Know-how und viel Erfahrung notwendig, um eine zuverlässige Messung zu erhalten und Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Mit dem Vegapuls 6X bietet das Unternehmen nun einen Sensor, der alle Applikationen abdeckt. Per Konfigurator gibt der Kunde im ersten Schritt seine Applikation ein und gelangt dann mit wenigen Klicks zu der auf sie zugeschnittenen Ausführung. Neben einer besonderen Form der Einfachheit erhält der Anwender zudem eine Messlösung, die unabhängig von den Medien, Prozessbedingungen oder Behälterformen und -einbauten optimale Ergebnisse liefert. Dabei wurde auch die Inbetriebnahme mit wenigen Klicks oder Rahmendaten auf ein Minimum reduziert, wie Produktmanager Jürgen Skowaisa erklärt: „Mit den Einstellungen ab Werk können unsere Kunden sogar einen bis ins Detail eingestellten Sensor bestellen, der nur noch montiert und angeschlossen werden muss. Einfacher geht es nicht.“

Eigene Chip-Entwicklung

Für die Sensoren hat Vega eigens in zweiter Generation einen Radar-Chip entwickelt. So sei kein passender am Markt verfügbar gewesen. „Die Erfahrungen aus unserer Basic-Linie sind hier eingeflossen. Zudem haben wir unser Know-how von 1 Mio. verkauften Radarsensoren eingebracht. In diesem Umfang und seiner Funktionalität ist der Chip weltweit eine Besonderheit“, sagt J. Skowaisa. Er zeichne sich durch seinen geringen Energieverbrauch, seine hohe Empfindlichkeit, die skalierbare Architektur und universelle Einsetzbarkeit aus. „Ganz ohne zusätzliches Kabel lassen sich das Antennensystem und der Chip direkt miteinander verbinden“, geben die Radarexperten an.

Safety & Security inklusive

Der Vegapuls 6X ist auch sicherheitstechnisch gut aufgestellt: Er ist SIL-zertifiziert und erfüllt zudem die Definitionen der IEC 62443-4-2 hinsichtlich sicherer Kommunikation und Zugangskontrolle. Dabei verweist Vega darauf, dass der zertifizierte Sensor „außergewöhnliche SIL-Kennzahlen aufweist“ und die notwendige Betriebssicherheit bietee, um Risiken in sicherheitsgerichteten Anwendungen zu minimieren. Insgesamt gewährleiste er somit ganzheitliche Sicherheit des Prozesses bis in das Leitsystem.

Als weiteren wichtigen Aspekt rund um die Sicherheitsausstattung des Vegapuls 6X stellt das Unternehmen das System zur Selbstdiagnose heraus. „Es erkennt lückenlos, ob die sichere Funktion des Sensors beeinträchtigt wurde und leistet einen wesentlichen Beitrag zur höheren Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit des Sensors“, so die Experten.

Fazit

Der Vegapuls 6X bettet sich in das bestehende Plics-Konzept ein. Somit wird Durchgängigkeit im Konzept erreicht. Allerdings gehen die Vega-Experten davon aus, dass der Neue die bestehende Produktreihe im Laufe der Zeit aufgrund seiner vielfältigen Vorteile vollständig ablösen wird. „Unser Vegapuls 6X wird den Markt deutlich verändern“, ist J. Skowaisa überzeugt.

Inge Hübner

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