Dezentrale Lösung mit passiver Sicherheit

Bild 03: Diese Sicherheitsapplikation wird zum Testen im Werk über das TBPN (links) gesteuert. Im Live-Betrieb beim Endkunden übernimmt dann eine Profisafe-Steuerung die Applikation. Alle Aktoren, die am IO-Link-Master (Mitte) hängen, werden über die TBSB-Box (oben) sicher abgeschaltet. (Quelle: Turck)
Eine Variante dezentraler Sicherheitskonzepte ist die soge nannte passive Sicherheit. Diese Applikationen sind relativ kostengünstig und kombinieren die Vorteile zentraler und dezentraler Sicherheitsarchitekturen. Im Unterschied zu klassischer Sicherheitstechnik versorgen passive Sicher heitsapplikationen nicht jeden Aktor über einen separaten sicheren Ausgang. Passive Safety stellt lediglich sicher, dass die Spannung einer Aktorengruppe in kritischen Situationen sicher abgeschaltet wird. Dazu trennen die eingesetzten IO Gruppen Sensorspannung (V1) galvanisch konsequent von der Aktorspannung (V2). Die Aktorik der Ma schine wird unabhängig von ihrem Zustand abgeschaltet.
Sicherheit auch mit IO-Link
Turck bietet ein durchgängi ges Konzept passiver Sicherheitslösungen an. Alle IO Komponenten inklusive der IP67-IO-Link-Master bieten eine konsequente galvanische Trennung von V1 und V2 (Bild 3). Auch die IO Hubs von Turck zur Über tragung von bis zu 16 digitalen Signalen über IOLink trennen V1 und V2. Das erlaubt den Entwurf sicherer IOLinkApplikationen auch ohne ein IO-Link Safety-Protokoll. Zur siche ren Abschaltung entwickelte Turck die TBSBAbschalt box (Bild 4). Sie wird an einen sicheren Kanal eines Safety-Moduls (von Turck oder anderen Herstellern) im Feld angeschlossen und schaltet im Sicherheitsfall die Aktorspannung der nachgelagerten Module sicher ab. (no)
Literatur
[1] Hans Turck GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr: www.turck.com
